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Timo Horn wurde von Fortuna-Fans angefeindet
Timo Horn wurde von Fortuna-Fans angefeindet © Getty Images
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München und Köln - Kölns Manager Horst Heldt ist wütend über Hass-Kommentare und Morddrohungen im Netz gegen Timo Horn. Auch Fußball-Profis seien "kein Freiwild", betont Heldt.

Das peinliche 1:6 am letzten Bundesliga-Spieltag gegen Werder Bremen beschäftigt de 1. FC Köln noch immer.

"So darf man sich einfach nicht präsentieren. Wir sind nach wie vor wütend und enttäuscht über das, was wir da fabriziert haben", sagte Manager Horst Heldt dem Express.

Was ihn aber noch wütender macht, sind die öffentlichen Anfeindungen gegen Torwart Timo Horn. "Es wurden aber auch Grenzen überschritten. Wir sind kein Freiwild. Morddrohungen und ähnliche Aufrufe bei Social Media sind für keinen Menschen zu ertragen und zu dulden - auch nicht bei Fußballern", sagte er und bezog sich dabei auf Hass-Kommentare im Netz gegen Kölns Stamm-Keeper.

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Heldt: "Wie im alten Rom"

"Die Leute sollten sich selbst mal hinterfragen, warum sie sich in einem Mannschaftssport einen rauspicken und wie im alten Rom den Daumen rauf oder runter zeigen. Da bin ich anders erzogen worden", ließ Heldt seinem Ärger freien Lauf.

Offenbar handelt es sich bei den angesprochenen Personen um Fans des Kölner Rivalen Fortuna Düsseldorf. Horn, ein Ur-Kölner, hatte schon im Januar bei RTL Nitro auf einen Abstieg der Düsseldorfer gesetzt. "Es wäre sehr schön, wenn wir den direkten Klassenerhalt packen. Und als Kölner sind es dann die Düsseldorfer, die ich mir da noch wünschen würde", sagte er damals. 

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Horn holen Aussagen ein

Diese Aussagen haben Horn, der gegen Bremen eine seiner schlechteren Leistungen gezeigt hatte, nun wieder eingeholt.

Heldt sagt aber auch: "Wir sind nicht für die Ergebnisse der anderen verantwortlich, jeder hat 34 Spieltage lang Zeit, Ergebnisse zu liefern. Für die Tabelle muss ich mich nicht entschuldigen oder rechtfertigen."

Tatsächlich hätte die Fortuna mit einem Sieg bei Union Berlin aus eigener Kraft den Relegationsplatz verteidigen können. Nach dem 0:3 aber müssen die Düsseldorfer den Gang in die 2. Bundesliga antreten.

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