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So war es kürzlich noch: Die Spieler von Borussia Dortmund um Erling Haaland jubeln vor leeren Rängen
So war es kürzlich noch: Die Spieler von Borussia Dortmund um Erling Haaland jubeln vor leeren Rängen © Getty Images
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Borussia Dortmund feilt intensiv an einem Konzept, um wieder Zuschauer in seine Arena zu lassen. Doch Sicherheitsmaßnahmen sind schwierig - und wer darf rein?

Da dürfte auf die Fans von Borussia Dortmund eine große Umstellung zukommen: Der BVB wertet aktuell einen Leitfaden der Deutschen Fußball Liga (DFL) aus, um seinen Anhängern trotz der Corona-Pandemie eine Rückkehr ins Stadion zu ermöglichen.

Wie die Ruhrnachrichten berichten, wird jeder Zuschauer dabei einen Mund- und Nasenschutz tragen müssen. Um Menschen-Ansammlungen oder Staus zu verhindern, empfiehlt die DFL überdies blockweise Zeitfenster für den Stadion-Einlass und -Auslass.

Das könnte womöglich dazu führen, schreibt die Zeitung weiter, dass Fans im schlechtesten Fall schon eine Stunde vor dem Anpfiff auf ihren Plätzen sitzen müssen - und auch eine Stunde nach dem Abpfiff noch.

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Dazu dürfen sich die Zuschauer nur in festgelegten Stadion-Zonen aufhalten.

Was passiert mit der Südtribüne?

So sollen Begegnungen mit anderen Besuchern möglichst verhindert werden. Das neue Platz-System sieht außerdem vor, ganze Reihen vor und hinter belegten Sitzen beziehungsweise einzelne Sitze rund um den Platz eines Besuchers oder einer Kleingruppe freizuhalten. Sitze neben Treppen, Wegen oder Durchgängen sollen grundsätzlich nicht besetzt werden.

Dem Vernehmen nach noch völlig unklar ist, ob die Südtribüne mit Stühlen ausgestattet wird oder für die Stehplätze ein eigenes Konzept samt Abstandsmessung erstellt wird.

Damit nicht genug: Die neue Situation dürfte auch beim Catering für die Besucher gravierende Konsequenzen haben.

Der BVB soll eine Lieferung von Bier und Bratwurst an den Sitzplatz erwägen – denn nur noch dort darf im Stadion verzehrt werden. Für eine schnelle Verteilung wird offenbar die Angebotspalette an Speisen und Getränken gekürzt.

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Lieferung von Bier und Wurst an den Platz?

Wie auch immer die Abläufe im Signal Iduna Park ausfallen bei der Umsetzung des 41-seitigen DFL-"Leitfadens für die Konzepterstellung zwecks Wiederzulassung von Stadionbesuchern": Das größte deutsche Stadion wird im Fall einer Fan-Rückkehr zur neuen Saison zu kaum 20 Prozent gefüllt sein. "Aufgrund der Abstandsregelung planen wir derzeit mit 12.000 bis 15.000 Zuschauern", sagte BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer dem Tagesspiegel.

Normalerweise fasst die Arena mehr als 81 000 Zuschauer - 55.000 davon sind Dauerkarten-Besitzer. Wer am Ende ins Stadion darf, erarbeiten die Dortmunder gegenwärtig in enger Abstimmung mit Fan-Vertretern.

Das Ende der Geisterspiele, bei denen dem BVB in der vergangenen Saison pro Partie Einnahmen von rund vier Millionen Euro verloren gegangen waren, wird ebenso mit den örtlichen Gesundheitsbehörden erörtert.

So oder so erscheinen die Kapazitätsberechnungen schwierig: Die DFL rät sogar, zu den ersten Spielen weniger Fans als erlaubt einzulassen, um zu prüfen, ob alle Maßnahmen greifen.

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