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München - Uli Hoeneß ist optimistisch, dass David Alaba in München bleibt. Der Ex-Präsident glaubt, dass die Wunschvereine des Österreichers "bisher nicht angeklopft" hätten.

Noch immer ist die Zukunft von David Alaba in der Schwebe. 

Der Österreicher, dessen Vertrag im Sommer 2021 beim FC Bayern ausläuft, soll aber nach dem Wunsch der Klubchefs unbedingt in München gehalten werden.

Uli Hoeneß macht da keine Ausnahme - und der Ex-Präsident schmiert Alaba noch einmal ordentlich Honig um den (nicht vorhandenen) Bart.

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"David Alaba hat sich in der Innenverteidigung als eine hervorragende Spielerpersönlichkeit entwickelt", schwärmt Hoeneß bei DAZN. "Er war schon immer ein guter Abwehrspieler auf der linken Seite, aber er hat auf der neuen Position noch mal einen Sprung gemacht. Auch die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ist größer."

Hoeneß: "Habe die Hoffnung, dass er bleibt"

Deshalb, meint Hoeneß, "wäre es extrem schade, wenn er den Verein verlässt. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass die letzte Million nicht so wichtig ist."

Insgesamt ist Hoeneß, der bei den Bayern noch im Aufsichtsrat sitzt, in Bezug auf Alabas Verbleib beim Rekordmeister optimistisch. "Nach meinem Gefühl haben zumindest die Vereine, wo er gerne hingehen würde, zum Glück bisher nicht angeklopft. Und deswegen habe ich die Hoffnung, dass er bleibt."

Eigentlich sollten die Gespräche zwischen den Verantwortlichen des FC Bayern und dem Management des Abwehrchefs nach der Champions-League-Saison intensiviert werden. Da Alaba-Agent Pini Zahavi und die FCB-Verantwortlichen um Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge in Lissabon mit vor Ort sein werden, ist nun ein Treffen im Rahmen des Endrunden-Turniers der Königsklasse geplant.

Rückkehr der Fans? Hoeneß skeptisch

Hoeneß äußerte sich auch zu anderen Themen - etwa zur immer größer werdenden Kluft zwischen den Top-Klubs und den kleineren Vereinen und wie diese Kluft wieder kleiner werden könnte. 

"Man müsste die Gelder, die die UEFA generiert, möglicherweise auf alle Vereine in Europa besser verteilen. Alle Länder müssen aber gleichmäßig davon betroffen sein. Wenn die Vereine in den einzelnen Ligen dadurch gestärkt würden und die Wettbewerbsfähigkeit in der Spitze nicht verändert würde, könnte ich mich damit anfreunden."

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Unsicher ist Hoeneß über die Rückkehr der Fans ins Stadion. 

"Es wird darauf ankommen, wie die nächsten vier Wochen bezüglich der Infektionen in Deutschland laufen", sagt der 68-Jährige. "Der Trend war klar nach unten und man hatte das Gefühl, dass die Verantwortlichen und Ämter alles im Griff haben, aber jetzt ist durch die Urlaubszeit eine riesige Nachlässigkeit dazugekommen. Wenn es sich dramatisch ändern sollte, wird es schwierig mit den Zuschauern. Wenn es sich wieder einfangen lässt, könnte man in München im September oder Oktober wieder mit 20.000 bis 25.000 Zuschauern spielen."

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