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Uli Hoeneß war beim Champions-League-Titel der Bayern mit dabei
Uli Hoeneß war beim Champions-League-Titel der Bayern mit dabei © Imago
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München - Uli Hoeneß schwärmt nach dem Triple von Team und Trainer des FC Bayern. Besonders der Einheitsgedanke habe dem Ex-Präsidenten imponiert.

Uli Hoeneß hat den Sieg des FC Bayern im Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain als "Höhepunkt einer berauschenden Saison" bezeichnet.

"Wenn ich an das 8:2 gegen Barcelona denke, das Halbfinale gegen Lyon, die vorher Manchester City rausgeworfen haben, und dann am Ende wahrscheinlich die mit zweitbeste Mannschaft der Welt Paris, wie ich finde, verdient geschlagen haben, dann muss man sagen: Chapeau! An unsere Mannschaft und unseren Trainer", sagte Hoeneß im Podcast Tisch für drei von Chefs Culinar.

Der Endspielsieg sei ein "wunderbares Beispiel, dass Geld nicht unbedingt Tore schießt. Natürlich muss man Qualität haben. Aber ich habe jetzt gelesen, mit großer Überraschung für mich selbst, dass die Ablösesummen aller unserer Spieler, die auf dem Platz waren, niedriger waren als die von Neymar."

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Für den 68-Jährigen ein Zeichen, dass "Charakter, Willensstärke, natürlich Talent und Fähigkeit oft über dem Geldbeutel stehen".

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Kimmich spricht von Brüdern: "Hab ich noch nie gehört"

Der Triumph habe sich in der Zeit vor dem Finale angedeutet. "Das war eine unglaublich harmonische, zielgerichtete Woche. Man hat gemerkt, die Jungs verstehen sich, da ist eine Einheit da", sagte Hoeneß, der mit der Mannschaft im Hotel gewohnt hat.

Man könne wirklich davon sprechen, "dass das ein Team ist. Joshua Kimmich hat ja - das habe ich im Fußball noch nie gehört - nach dem Spiel davon gesprochen, er fühle sich wie unter Brüdern", meinte das Aufsichtsratsmitglied, "so empfanden die Spieler das, und das hat aus meiner Sicht Leistungen hervorgerufen, die vorher nicht möglich waren."

Dieses Gemeinschaftsgefühl erkläre auch die Leistungssteigerung zwischen Anfang und Ende der Saison.

Hoeneß noch mit Kovac befreundet

Denn vor allem Herbst lief es bei den Bayern überhaupt nicht. Hoeneß blickte auf das 1:5 gegen Eintracht Frankfurt im November zurück, das zum Genickbruch für Niko Kovac wurde - und damit die Erfolgsstory Hansi Flick erst ermöglichte.

"Natürlich haben wir in dieser Phase nicht gut gespielt, gar keine Frage. Aber in Frankfurt wurde Boateng nach einer Viertelstunde vom Platz gestellt, dadurch haben wir 1:5 verloren, weil wir fast eineinviertel Stunden mit zehn Mann gespielt haben", meinte der Ex-Präsident: "Wer weiß, was passiert wäre, wenn er nicht vom Platz gestellt worden wäre und wir gewonnen hätten, was normal gewesen wäre."

Die Verantwortlichen seien dann mit Kovac zusammen zu dem Ergebnis gekommen, "dass die Zusammenarbeit nicht so ist, wie wir uns das vorstellen. Wir haben eine saubere Trennung gemacht, mit Niko bin ich nach wie vor befreundet".

Dass Hansi Flick bereits im Trainerstab war, sei ein "großes Glück" gewesen. Aus einer Zwischenlösung wurde langfristige Zusammenarbeit – Flick erhielt ein Dreijahresvertrag. "Und alle sind glücklich: Er, die Mannschaft und wir", sagte Hoeneß.

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