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Das Karriereende der Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus kommt unerwartet. Bayern-Trainer Hansi Flick lobt sie und freut sich, dass sie dem Fußball erhalten bleibt.

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus wird dem Deutschen Fußball-Bund auch nach dem Ende ihrer aktiven Karriere erhalten bleiben.

Wie SPORT1 bereits am Mittwoch berichtete, soll die 41-Jährige, die am Mittwochabend beim Supercup zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (3:2) ihr letztes Profispiel leitete, als Video-Assistentin in den "Kölner Keller" wechseln. Das bestätigte auch Bayern-Coach Hansi Flick, der nach dem Spiel mit ihr gesprochen hatte.

"Sie hat den deutschen Fußball lange geprägt und ihre Sache sensationell gut gemacht", lobte Flick die langjährige Schiedsrichterin und ergänzte: "Ich kann ihr nur alles, alles Gute für die Zukunft wünschen. Sie bleibt uns ja erhalten, wird in Köln sein und hoffentlich auch da gute Entscheidungen treffen."

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Steinhaus kommt ohne Platzverweis aus

Der überraschende Abschied der Pionierin war in den Stunden vor dem Spiel bekannt geworden.

"Wie viele Menschen in der Zeit der Corona-Situation habe ich manches reflektiert und neu bewertet", sagte Steinhaus. Nach einem Gespräch mit Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich habe sie "nach sorgfältiger Abwägung vieler Faktoren" entschieden, ihre Laufbahn zu beenden.

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Steinhaus war die erste deutsche Unparteiische, die ein Bundesliga-Spiel pfiff. Im Supercup trug mit Steinhaus am Mittwoch ebenfalls zum ersten Mal eine Frau die Verantwortung - und die Polizistin aus Langenhagen kam auch in ihrem letzten Spiel ohne Rote Karte aus.

Die Gründe für ihren Rücktritt liegen im Privaten, Genaueres will Steinhaus zu gegebener Zeit erläutern. Dann könnte sie sich auch zu ihrer möglichen Zukunft im "Keller" erklären.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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