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Bei seiner Vorstellung als Neuzugang des FC Bayern präsentiert sich Angreifer Eric Maxim Choupo-Moting zu Recht selbstbewusst, findet SPORT1-Chefreporter Florian Plettenberg.

Für gewöhnlich laufen Spielerpräsentationen beim FC Bayern geräuschlos ab. Der Neuzugang stellt sich vor, sagt zumeist zumindest scheinbar emotionslos, dass er beim Angebot aus München nicht zweimal nachdenken musste.

Dass der FC Bayern einer, manche sagen der größte Verein der Welt ist. Dass er Titel gewinnen will, sich auf den ersten Einsatz freut und die Stadt so toll ist. Und natürlich, dass er hart arbeiten werde und der Mannschaft helfen wolle.

All das hörte man von Eric Maxim Choupo-Moting bei seiner Vorstellung am Montag auch, als er gut gelaunt neben Hasan Salihamidzic saß. Demjenigen, der den klugen Einfall hatte, diesen ablösefreien Sturm-Bullen nach München zu lotsen.

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Jedenfalls stellte sich nicht nur der Spieler Choupo-Moting vor, der übrigens darauf hinwies, dass die Betonung bei der Aussprache seines Namens auf dem I, dem N und dem G liegt.

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Es präsentierte sich ein Spieler, der erkennen ließ, dass man ihn auch wegen seines positiven, offensichtlich mannschaftsdienlichen Charakters verpflichtet hat.

Ein ausgeprägt positives Gemüt zu besitzen, dieser Ruf eilt dem in der Bundesliga bestens bekannten Stürmer nach. Beliebt in der Kabine. Dazu nahbar, humorvoll, aber dennoch zielorientiert und selbstbewusst soll er auf dem Platz und daneben sein. Diesen Eindruck bestätigte der 31-Jährige in der dreißigminütigen Frage- und Antwortrunde.

Choupo-Moting übersetzte für Sarr

Choupo-Moting lachte, er übersetzte für Sitznachbar-Franzose Bouna Sarr, er hörte den Fragestellern genau zu. Er verriet, dass er seinem Ex-Mitspieler Neymar im Vorfeld mitgeteilt hatte, dass die Bayern für ihn der Favorit auf die Champions League waren.

Er fügte sogar aus freien Stücken hinzu, was ihm auf dem Herzen lag zu betonen: Dass er bei Paris Saint-Germain hätte bleiben können, er das Angebot der Franzosen aber abgelehnt habe. Abschließend machte er noch eine in München derzeit beliebte Triple-Verteidigungsansage. Salihamidzic freute sich.

Was bleibt noch von seiner Vorstellung? Vor allem der Eindruck, dass er nicht kommt, um in den nächsten kalten Münchner Monaten ausschließlich die Bank zu wärmen.

Choupo-Moting: Ich werde der Mannschaft weiterhelfen

Robert Lewandowski, dem unantastbaren europäischen Fußballer des Jahres zum Trotz. "Ja, Lewandowski ist für mich der beste Stürmer der Welt. Aber kein Stürmer kann alle Spiele machen. Ich bin selbstbewusst und bin mir sicher, dass ich der Mannschaft mit meiner Qualität helfen werde. Ich möchte viel Spielzeit bekommen."

Eine Ansage, die wichtig ist. Lewandowski wird sich nicht ausruhen können. Wollen eh nicht. Choupo-Moting will spielen, weiß aber, wie wichtig seine Rolle als Antreiber sein wird.

Bei den Bayern setzt man seit geraumer Zeit nicht nur auf Qualität. Es wird auch genau hingeschaut, ob die Neuen auch in die Kabine passen und ihre Rolle richtig einschätzen können. Choupo-Moting hat diese Fragen bereits selbst beantwortet.

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