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Der VfL Wolfsburg ist nach vier Spieltagen der Remiskönig der Bundesliga. Jörg Schmadtke beklagt aber einzig die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive.

Vier Unentschieden in den ersten vier Bundesliga-Spielen, dazu im DFB-Pokal in der ersten Runde weitergekommen, aber in den Playoffs zur Europa League an AEK Athen gescheitert – der VfL Wolfsburg hatte sich seinen Saisonstart sicher anders vorgestellt.

Aber Jörg Schmadtke war im CHECK24 Doppelpass weit davon entfernt, den Stab über die Mannschaft zu brechen: "Wir haben keinen schlechten Start in der Bundesliga", sagte der Geschäftsführer Sport. "Wir haben noch kein Spiel verloren. Überschattet wird die Anfangsphase in der Bundesliga vom Ausscheiden in Athen, was ärgerlich war, unnötig war und uns wirtschaftlich ein Stück weit zurückwirft."

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Von einem Fehlstart will Schmadtke beileibe nicht sprechen: "Insgesamt unterhalten wir uns darüber, dass wir vielleicht zwei Punkte weniger geholt haben, als wir das vor der Saison prognostiziert hätten."

Schmadtke: Offensive als Problemzone

Kopfzerbrechen bereitet dem Manager angesichts von gerade mal zwei erzielten Bundesliga-Törchen aber die fehlende "Durchschlagskraft nach vorne, die wirkliche Überzeugung, mit aller Wucht und Macht die Dinge vorne zu vollenden. Da haben wir Probleme derzeit. Wir haben Schwierigkeiten im Verwerten und Herausspielen von Torchancen."

Dennoch überwiegen für den 56-Jährigen die positiven Elemente im Spiel der Wolfsburger. "Die Organisation ist gut, wir verteidigen sehr gut", erklärte Schmadtke. "Weil wir sehr viel Tempo in der hintersten Reihe haben. Das Defensivgerüst passt."

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Beim respektablen 1:1-Remis am Samstag bei Borussia Mönchengladbach waren die Wölfe im zweiten Durchgang die tonangebende Mannschaft, belohnten sich aber einmal mehr nur mit einem Teilerfolg.

"Das Ergebnis ist insgesamt gut, weil das ein starker Gegner ist, trotzdem waren wir auch in der Situation, das Spiel zu gewinnen", trauerte Schmadtke ein wenig einem verpassten Sieg hinterher. "Wenn du aber in der 85. Minute den Ausgleich machst, musst du auch mal zufrieden sein. Aber wenn du ganze Spiel siehst mit den klaren Torchancen, kannst du das Spiel auch gewinnen."

Für den ehemaligen Wolfsburger und heutigen SPORT1-Experten Stefan Effenberg ist die Truppe von Oliver Glasner durchaus ein Team, mit dem zu rechnen ist. "Ich denke, dass wir in drei, vier Wochen ein bisschen schlauer sind, wohin eventuell die Reise gehen wird", führte Effenberg aus. "Sie gehören nicht zu den Top 5 in der Bundesliga, aber alles was dahinterkommt, da ist Wolfsburg auf jeden Fall dabei."

In die gleiche Kerbe schlägt auch Schmadtke, der von einem "Grau-Maus-Image" nichts wissen will: "Ich finde Grau jetzt nicht so schlimm. Nichtsdestotrotz haben wir ein paar bunte Tupfer in der Mannschaft. Wir haben ein paar Spieler, die sind hochinteressant. Wir sind nicht nur Mittelmaß in der Bundesliga. Nebenbei bemerkt, ich bin jetzt seit zwei Jahren da, wir haben das Gehaltgefüge ungefähr um 25 Prozent heruntergefahren und sind trotzdem – in Anführungszeichen – erfolgreich."

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