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Stuttgart - Tanguy Nianzou hat in Stuttgart für den FC Bayern in der Innenverteidigung debütiert. Nun will ihn Trainer Hansi Flick an die Startelf heranführen.

"Tanguy", rief Hansi Flick entlang der Seitenlinie in der Mercedes-Benz Arena in Stuttgart. (Spielplan der Bundesliga) 

Wenige Sekunden später war es dann so weit.

Von Co-Trainer Toni Tapalovic gab es für Tanguy Nianzou noch letzte Instruktionen, von Flick eine Umarmung.

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Nianzou ersetzte angeschlagenen Boateng

Dann stand der 18-jährige ablösefreie Neuzugang aus Paris ab der 69. Minute erstmals für den FC Bayern auf dem Feld.  

Jérôme Boateng musste verletzt runter.

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"Er ist in ein Spiel reingeschmissen worden, was nicht so einfach war. Von daher kann er stolz sein. Ich freue mich, dass er sein erstes Spiel für uns gemacht hat", sagte Flick auf SPORT1-Nachfrage.

Der junge Franzose fand sich gut ins Spiel der Münchner ein und agierte auf der halbrechten Position in der Innenverteidigung neben dem zuvor eingewechselten Niklas Süle.

Nianzou tauschte Trikot mit Coulibaly

Beim Gastauftritt in Stuttgart bildeten Süle und Nianzou bereits das dritte Innenverteidiger-Gespann. Boateng hatte an der Seite von David Alaba begonnen, wenig später verteidigten Süle und Boateng gemeinsam. Dann kam Bayerns Supertalent!

Wenngleich ihm am Ball die Nervosität noch anzumerken war, stand Nianzou in Zweikämpfen seinen Mann, suchte immer wieder das Duell mit Stuttgart-Stürmer Tanguy Coulibaly, mit dem Nianzou in Paris gespielt hat und eng befreundet ist.

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Beide tauschten nach Abpfiff das Trikot und gingen zusammen in die Kabine.

Brenzlig wurde es beim Franzosen nur einmal, nachdem er einen Süle-Pass in der 90. Minute nicht sauber hatte verarbeiten können und der Aufsteiger konterte.

Frankreich-Fraktion der Bayern mit Rekord

Kurios: Nianzou ist bereits der siebte eingesetzte Franzose bei den Bayern in der laufenden Saison – inklusive des nach Marseille verliehenen Michael Cuisance.

Niemals zuvor gab es in der Bundesliga-Geschichte einen Verein mit so vielen ausländischen Spielern einer Nation.

In der Bundesliga kann sich der Rechtsfuß bis zur Winterpause weiterer Einsätze gewiss sein.

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In der Champions-League hingegen darf Nianzou erst ab der Rückrunde auflaufen, da ihn die Münchner verletzungsbedingt nicht für die Hinrunde gemeldet hatten.

Anfang September hatte sich das 18 Jahre alte Supertalent bei einem Torschuss im Training der französischen U20-Nationalmannschaft eine komplizierte Muskelverletzung in der vorderen Oberschenkelmuskulatur zugezogen.

Jetzt ist er zurück.

Rangnick und Flick schwärmen von Nianzou

Vor kurzem sagte Ralf Rangnick, langjähriger Trainer und Sportdirektor von RB Leipzig, im CHECK24 Doppelpass bei SPORT1: "Das ist ein absolutes Ausnahmetalent und für mich einer der besten Innenverteidiger der nächsten zehn Jahre. Ich lege mich fest: Wenn er einigermaßen gesund bleibt, wird er beim FC Bayern innerhalb eines Jahres Stammspieler werden."

Flick kann es kaum erwarten, sein Juwel an die Bayern-Startelf heranzuführen: "Es macht einfach Spaß, mit so einem Jungen zu arbeiten. Es ist ein Genuss, auch auf dem Trainingsplatz. Er hat immer ein Lächeln auf den Lippen."

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