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Julian Nagelsmann bezieht auf einer Pressekonferenz Stellung zur 0:6-Klatsche des DFB-Teams in Spanien. Für den Leipzig-Trainer ist auch die ständig Kritik schuld.

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann hat vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt über das 0:6-Debakel des DFB-Team in Spanien gesprochen und das Team sowie Bundestrainer Joachim Löw in Schutz genommen.

"Ich glaube, dass viel hausgemacht ist. Das letzte positive Wort habe ich gefühlt 2014 gelesen. Es ist eine sehr junge Mannschaft, die manche Führungsspieler nicht mehr dabei haben, die dann Experten sind teilweise oder nur noch in ihren Vereinen spielen", sagte Nagelsmann auf der Pressekonferenz.

Für den Coach von RB Leipzig liegen die Probleme auch an der ständigen Kritik, die in den vergangenen Jahren von außen auf das Team einprasselte: "Du wirst tendenziell immer eher schlecht geschrieben und Jogi wird schlecht geschrieben und die Spieler sind schlecht und der Tatort hat eine bessere Einschaltquote als die Nationalmannschaft."

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Negative Stimmung belastet Spieler

Für Nagelsmann löst diese permanente Kritik einen Teufelskreis bei den Spielern aus, die die negative Stimmung rund um das DFB-Team natürlich beschäftigt. Das wird laut dem 33-Jährigen dann besonders sichtbar, wenn ein Spiel so anfängt wie das gegen Spanien.

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"Wenn du dann ins Spiel gehst und es gelingt dir am Anfang wenig, der Gegner macht mit den ersten zwei Chancen zwei Tore, dann ist dein Unterbewusstsein drauf getriggert die sogenannte self-fulfilling prophecy zu erledigen, nämlich abzukacken, wie es überall steht, dass sie sowieso abkacken - und das ist dann passiert", sagte Nagelsmann.

Er wünscht sich einen sachlicheren Umgang mit der Nationalmannschaft: "Es ist immer gut, wenn die Protagonisten, die auch etwas ändern können und hart dafür arbeiten, extrem kritisch sind. Und alle anderen etwas neutraler". Für Nagelsmann ist das DFB-Team das "Prunkstück des deutschen Fußballs", mit dem "etwas menschlicher umzugehen" sei.

Als möglichen Nachfolger von Löw sieht sich Nagelsmann auch nicht. "In diesem Sommer nicht mehr", antwortete der Trainer des Zweitplatzierten der Bundesliga.

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