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München - Im Oktober 2014 kam Youssoufa Moukoko nach Hamburg - und wollte dort Fußball spielen. Fast hätte das aber nicht geklappt.

Youssoufa Moukoko schrieb mit seinem Einsatz für Borussia Dortmund am Samstag Geschichte.

Der 16-Jährige ist nun der jüngste Spieler, der je in der Bundesliga zum Einsatz kam.

"Ich hatte immer den Traum, Fußballprofi zu werden", erinnert sich Moukoko in der DAZN-Doku "BVB 09 - Stories Who We Are": "Wenn du solch einen Traum hast, musst du ihn jagen wie ein Löwe."

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Dafür investiert der Stürmer auch eine Menge. "Ich stehe um 6.45 Uhr auf und gehe um 7 Uhr in den Kraftraum - bis 9 Uhr", beschrieb Moukoko seinen Tagesablauf: "Dann penne ich eine halbe Stunde. Um 10 Uhr geht es zum Frühstück, um 10.45 Uhr ist Training."

Anschließend sei Pause und Essen angesagt, ehe um 15.30 Uhr wieder ein Training ansteht. Und danach zieht es Moukoko erneut in den Kraftraum.

Moukoko wurde bei St. Pauli fast weggeschickt

Moukoko berichtete auch von seinen Anfängen in Deutschland. Im Oktober 2014 war er von Kameruns Hauptstadt Jaunde über Belgien nach Hamburg gekommen.

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"Ich wollte aus Spaß Fußball spielen. Dann sind wir zu St. Pauli gefahren", sagte Moukoko: "Da habe ich gefragt, ob ich mitspielen kann. Die Frau wollte mich wegschicken und meinte 'Nein'. Ich war traurig und wollte wieder gehen."

Doch dann sei Scout Marco Feldhusen gekommen. "Er hat gesagt: 'Lass ihn spielen und wir gucken, was er drauf hat'", sagte das Supertalent: "Ich war besser als alle anderen fußballerisch."

Jugendtrainer erinnert sich: "Hatte nur Sportschuhe"

Jugendtrainer Jonas Louca erinnert sich: "Er kam zum Probetraining mit seinem Papa und hatte eine Sporttasche dabei. Er hatte aber keine Fußballschuhe mit Profil drunter, sondern nur Sportschuhe dabei", sagte Louca im Gespräch mit SPORT1.

Nachdem der damals 9-Jährige mit Trainingsklamotten versorgt und passende Schuhe bei seinen Mitspielern gefunden wurde, merkte Louca sehr schnell, was für einen besonderen Fußballer er da vor sich hatte.

Daraufhin habe Moukoko weitere Einladungen erhalten, bis "ich irgendwann gefragt wurde: 'Willst du bei uns bleiben?' Da habe ich ja gesagt."

Etwa eineinhalb Jahre blieb Moukoko bei St. Pauli, ehe er im Sommer 2016 nach Dortmund wechselte. Der Rest ist Geschichte.

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