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Julian Nagelsmann erklärt, weshalb er Real Madrid absagte. Er sieht sich nicht auf einer Stufe mit Trainern wie Jürgen Klopp, Pep Guardiola und Hansi Flick.

Julian Nagelsmann entwickelt RB Leipzig seit seinem Amtsantritt im Juli 2019 immer mehr zu einem Spitzenklub. Ein Jahr vor seinem Wechsel von Hoffenheim zu den Sachsen hätte der 33-Jährige bereits zu einem Fußball-Schwergewicht gehen können. Er stand im Fokus von Real Madrid. Die Verantwortlichen der Königlichen nahmen Kontakt auf. 

"Es ist nicht so, dass ich damals einen unterschriftsreifen Vertrag vor mir liegen hatte. Real wollte ein Gespräch mit mir führen, um mich kennenzulernen. Ich habe gesagt, dass es zu dem Zeitpunkt keinen Sinn macht", sagte Nagelsmann in der Sport Bild. Er begründete seine Absage: "Es wären nur drei Wochen bis zum Trainingsauftakt gewesen, ich konnte kaum Spanisch. Das hätte weder meinem noch dem Anspruch von Real genügt. Und es ist ratsam, mehrere Saisons bei einem Verein zu bleiben, um zu lernen."

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Bis 2023 läuft sein Kontrakt beim Bundesligisten. Was danach folgt, ist offen. Auf einen möglichen Wechsel zum FC Bayern angesprochen, erklärte Nagelsmann: "Ich bin bei einem Top-4-Klub der Bundesliga. Da gibt es nicht viele Steigerungsoptionen. Und die Bayern haben mit Hansi Flick einen tollen Trainer."

Nagelsmann: Bin nicht so weit wie Flick, Klopp, Guardiola

Nagelsmann will in seiner persönlichen Entwicklung bis 2023 den nächsten Schritt gehen vor einem Abgang zu einem Giganten und sich weiter verbessern. 

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Er sei noch längst nicht auf einer Stufe mit Trainern wie Jürgen Klopp, Pep Guardiola oder Hansi Flick.

"Ich sehe mich als talentierten Trainer, der gern zu den Besten vorstoßen möchte und noch viel Entwicklungspotenzial hat", sagte der 33 Jahre alte Coach. 

"Ich muss nicht irgendwann Welttrainer des Jahres sein", ergänzte der ehrgeizige Nagelsmann, "aber ich möchte gerne eines Tages als einer der besten Trainer genannt werden."

Nagelsmann würde gerne Ronaldo trainieren

Was ihm dafür noch fehlt? "Wenn du im obersten Regal ankommen möchtest, musst du etwas gewinnen. Außer der U19-Meisterschaft habe ich noch keine Titel. Da stehen also einige Kollegen vor mir."

Nagelsmann bestätigte zudem, dass Tradition und Fan-Aufkommen für ihn bei der Vereinswahl kaum eine Rolle spielen. "Aus beruflicher Sicht ist es ein großer Klub, wenn man realistisch Titel gewinnen kann", sagte er.

Auch die politische Situation im Klub und die Stadt sind für ihn entscheidend: "Unter diesen Gesichtspunkten habe ich mich auch für Leipzig entschieden."

Er verriet auch, welchen Superstar er gerne mal in einem seiner Teams haben würde.

"Cristiano Ronaldo wäre interessant. Von außen betrachtet sieht man oft nur den Menschen, der seine Yacht postet. Aber was mir beispielsweise Sami Khedira über die professionelle Berufsaufassung von Ronaldo erzählt hat, ist beeindruckend. Er muss ein unfassbares Trainings-Tier sein, der Erste, der kommt, der Letzte, der geht. Zudem soll er ein sehr herzlicher Typ sein. Die Mischung ist extrem spannend", schwärmte Nagelsmann.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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