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Rafal Gikiewicz hielt gegens einen Ex-Klub Union Berlin einen Elfmeter
Rafal Gikiewicz hielt gegens einen Ex-Klub Union Berlin einen Elfmeter © Imago
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Der FC Augsburg befreit sich dank Stürmer Florian Niederlechner und Keeper Rafal Gikiewicz im Abstiegskampf. Für Union Berlin gibt es eine Saison-Premiere.

Union Berlin hat den Sprung auf Rang fünf verpasst! Stattdessen hat sich der FC Augsburg gegen die Köpenicker mit dem 2:1 (1:1) im Abstiegskampf mit dem ersten Heimsieg seit Ende Oktober befreit und sich zur Gefahrenzone Luft verschafft. Vor dem Spieltag hatten die Fuggerstädter nur noch vier Zähler Vorsprung auf Rang 16. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Für Berlin gab es nach dem 0:1 gegen Leipzig unter der Woche erstmals in dieser Saison zwei Niederlagen in Serie. (Die Tabelle der Bundesliga)

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Matchwinner war Augsburgs Florian Niederlechner. Der Stürmer traf doppelt (17./47.) und ließ damit eine Durstrecke 1.013 (!) Minuten ohne Erfolg hinter sich. "Es war unheimlicher wichtiger Sieg für uns. Wenn man das Programm der nächsten Wochen sieht, weiß man wie wichtig der Dreier war. Dazu bin ich auch sehr froh, dass ich meiner Mannschaft endlich wieder mit Toren helfen konnte."

Dass die vergangenen Monate keine einfache Zeit für den Stürmer waren, gab er unumwunden bei Sky zu: "Es war eine schwere Zeit. Wenn man letzte Saison 23 Scorer gemacht hat, wird man daran gemessen. Wenn man die Erwartung dann nicht erfüllt, ist das brutal."

Für die Gäste glich Marcus Ingvartsen zwischenzeitlich aus (25.). Der Berliner Torschütze war dennoch der Pechvogel.(Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

Gikiewicz hält gegen Ex-Klub einen Elfmeter

Er scheiterte in der zweiten Halbzeit mit einem Foulelfmeter an Keeper Rafal Gikiewicz (56.). Kurios: Der Schlussmann war noch bis zum vergangenen Sommer ein Leistungsträger bei den Eisernen. Dementsprechend motiviert war die Nummer eins des FCA: "Ich bin Torwart und muss den Elfmeter halten."

Dazu verriet er seine vor der Saison  augegebene Zielsetzung gegen Berlin. "Mein Ziel waren sechs Punkte gegen meinen Ex-Verein. Das habe ich auf einen Zettel geschrieben und an meinen Kühlschrank gehängt. Das habe ich geschafft – also ein toller Tag für mich."

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Nach dem Abpfiff jubelte also Augsburgs Trainer Heiko Herrlich über den wichtigen Sieg und über seine guten Personalentscheidungen. 

Noch am Mittwoch hatte der Coach seinen Angreifer Niederlechner beim 0:1 gegen den FC Bayern auf die Bank gesetzt. Nun bot er den 30-Jährigen von Beginn an auf.

Und der zahlte das Vertrauen mit seinen ersten Treffern der Spielzeit zurück. Zunächst schoss Niederlechner flach ein (17.), später staubte er nach einem von Berlins Keeper abgewehrten Kopfball von André Hahn ab (47.). 

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Der Angreifer durfte aber auch jubeln, weil Union große Möglichkeiten ausließ.

Unions Hübner fehlt nach Amiri-Beleidigung gesperrt

Die Eisernen standen abgesehen von den beiden Gegentreffern gewohnt sicher. Das Fehlen von Innenverteidiger Florian Hübner, der vom DFB nach der Beleidigung gegenüber Leverkusens Nadiem Amiri für zwei Partien gesperrt wurde, war kaum zu bemerken. 

Stattdessen hatten die Gäste die Partie meist im Griff. Der FCA zog sich weit zurück, agierte zudem im Aufbau viel zu zaghaft und ungenau, um für Gefahr zu sorgen.

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Stattdessen scheiterte Union am eigenen Chancenwucher. 

Ingvartsen, zunächst noch per Flachschuss treffsicher in der 25. Minute, zeigte bei seinem Elfmeter Nerven (56.). Wenig später scheiterte Taiwo Awonyi aus fünf Metern an Gikiewicz. Der polnische Keeper lief gegen seinen Ex-Klub zur Topform auf und hielt den zweiten Saisonsieg gegen Union fest.

In der Schlussphase brannte nichts mehr an. Die Augsburger lauerten weiter auf Konter, allerdings ohne Erfolg. Allerdings verteidigten die Hausherren leidenschaftlich und konnten sich auf die Verteidigung um Kapitän Jeffrey Gouweleeuw verlassen.

Bereits am ersten Spieltag hatten die Fuggerstädter das Team aus der Hauptstadt mit 3:1 bezwungen. 

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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