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Joshua Kimmich gelingt auf Schalke ein seltenes Kunststück. Er bereitet die ersten drei Tore beim Kantersieg der Bayern allesamt vor. Ist er so gut wie nie zuvor?

Zwei punktgenaue Flanken auf den Kopf von Thomas Müller und ein genialer langer Ball auf Robert Lewandowski - Joshua Kimmich hat auf Schalke einen Assist-Dreierpack geschnürt. 

Beim 4:0-Erfolg des FC Bayern bei den Königsblauen zog der defensive Mittelfeldspieler einmal mehr die Fäden im Aufbauspiel der Münchner und hatte gleich drei Geistesblitze in einem Spiel zu bieten. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

Nach gut einer halben Stunde hatte Kimmich mit einer Flanke aus dem Halbfeld Müller gefunden, der nur noch einnicken musste. Die Präzision beeindruckte dabei, sie wurde von seiner Vorlage zum 2:0 im zweiten Durchgang aber wohl noch übertrumpft. Mit einem Ball über rund 40 Meter hatte der 25-Jährige Lewandowski in Szene gesetzt und der Weltfußballer bedankte sich mit dem 2:0. 

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Kimmich auf den Spuren von Müller

"Beide machen es sehr gut und ergänzen sich gut", lobte Bayern-Coach Hansi Flick sein Mittelfeldduo Kimmich und Leon Goretzka nach dem Kantersieg: "Beide sind bei der Balleroberung top und sind auch torgefährlich und an den Treffern beteiligt, wie Jo heute."

So wie auch beim 3:0 von Müller - einem Kopfball nach einer Freistoßflanke des Mittelfeldregisseurs. Wenige Wochen nach der bislang schwersten Verletzung seiner Karriere scheint Kimmich im Mittelfeld nicht nur endgültig seinen Platz gefunden zu haben, sondern auch so stark aufzuspielen wie nie zuvor. 

Durch die drei Vorlagen kommt Kimmich in dieser Bundesliga-Spielzeit nun schon auf neun Assists - und das, obwohl er nur zwölf Spiele absolvieren konnte. Damit hat er jetzt schon seine Marke aus der Vorsaison geknackt. Ein weiterer Vergleich: Müller stellte in der vergangenen Saison einen Assist-Rekord mit 21 Vorlagen auf - in 33 Spielen. 

Wenn Kimmich seine Quote hält, dann könnte er seinem Teamkollegen sogar noch gefährlich werden - trotz Verletzung. (Tabelle der Bundesliga)

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Kimmich als Inbegriff von "Come back stronger"

Apropos Verletzung: Anfang Dezember 2020 hatte sich Kimmich im Top-Spiel bei Borussia Dortmund einen Meniskusschaden zugezogen. Wohl nicht einmal die größten Optimisten an der Säbener Straße hatten damit gerechnet, dass er im Jahr 2020 noch ein Spiel absolvieren würde. 

Doch genau das tat Kimmich - und wie: Am 19. Dezember bereitete er nach Einwechslung das 2:1-Siegtor bei Bayern Leverkusen vor. Schon vor Weihnachten hatte man bemerken können, dass die Verletzung das Mentalitätsmonster eher gestärkt hat. Der Inbegriff von "Come back stronger" also - was so mancher Fußballer nach einer Verletzung aufruft. 

"Er hat eine ganz andere Fitness als vorher. Er ist also auch da einen Tick weiter, hat sich nochmal verbessert", hatte auch Flick bestätigt. 

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Flick wird bei der Rückkehr von Kimmich drei Kreuze gemacht haben, denn auch er wird unter anderem die Ansagen des Führungsspielers auf dem Rasen vermisst haben. Und wie wichtig er für die Mannschaft ist, hat sich in den letzten Wochen gezeigt. 

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