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Lothar Matthäus analysiert die Probleme des FC Bayern - und kommt dabei zu dem Schluss, dass in der Kaderplanung nicht gut genug gearbeitet wurde.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat die Kaderplanung des FC Bayern nach dem frühen Aus im DFB-Pokal scharf kritisiert. 

Die Mannschaft des deutschen Meisters sei "in der Breite nicht so top aufgestellt, wie ich das von einer Mannschaft erwarte, deren Ziel auch vor dieser Saison das Triple war", sagte der heutige TV-Experte bei Sky. Bayern war bei Holstein Kiel im Elfmeterschießen ausgeschieden, der erste Titel ist damit schon futsch. In der zweiten Runde des Pokals war der FCB zuletzt vor zwanzig gescheitert. 

Allerdings hatte sich die bittere Pleite durchaus angedeutet, die Bayern offenbarten in den letzten Wochen etliche Probleme. Schuld daran sind laut Matthäus zum Teil auch die Neuzugänge. 

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"Hinten die Neuzugänge, die im Sommer gekommen sind, das sind für mich nicht alles Spieler, die Bayern-München-like sind", sagte der 59-Jährige. Die Münchner hatten zu der Beginn der Saison erst spät im Transferfenster noch mehrfach zugeschlagen. Dabei wurden Marc Roca, Bouna Sarr, Eric Maxim Choupo-Moting und Douglas Costa verpflichtet. Außerdem kamen Tanguy Nianzou, Thiago Dantas und Leroy Sané. Wirklich überzeugen konnte noch keiner von ihnen. 

Matthäus: Die Qualität fehlt

Matthäus Analyse, bei der er allerdings keine konkreten Namen nannte: "Sie haben nicht das Niveau, um bei Bayern München den Unterschied auf Top-Niveau zu machen. Deshalb kritisiere ich schon ein bisschen die Einkaufspolitik." Man habe mit Philippe Coutinho, Thiago und Ivan Perisic "drei Spieler verloren. Das waren natürlich gleichwertige Spieler. Die waren jederzeit da und haben auch die nötige Qualität mitgebracht." 

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Bei den jetzigen Neuzugängen sei noch Anlaufzeit vonnöten. Oder: "Sie sind einfach von der Qualität nicht so, dass man sagt: 'Sie machen dann den Unterschied'."

Die unzureichende Kaderplanung kann Matthäus dabei nicht ganz nachvollziehen: "Man wusste von Anfang an, dass es eine lange und schwierige Saison wird mit vielen Spielen. Ich glaube, dass der Kader in der Breite, was die Qualität betrifft, nicht so aufgestellt ist, dass man die Rotation durchziehen kann und die Qualität trotzdem behält."

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