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Teile der organisierten Fanszene erwarten Entfremdung
Teile der organisierten Fanszene erwarten Entfremdung © FIRO/FIRO/SID
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Teile der organisierten Fanszene erwarten eine Entfremdung der Zuschauer vom Profifußball nach der Coronakrise.

Teile der organisierten Fanszene erwarten eine Entfremdung der Zuschauer vom Profifußball nach der Coronakrise. "Schon vor Corona gab es viele, denen der Fußball nicht mehr gefällt, so, wie er sich entwickelt hat", sagte Sprecher Sig Zelt vom Bündnis Pro Fans im Interview mit dem Münchner Merkur und der tz (Samstagsausgabe): "Die können die Krise natürlich jetzt als Anlass nehmen, wegzubleiben."

Nach dem Ende der Geisterspiele in der Bundesliga sei die Frage, "ob wir ? wenn es wieder weitergeht ? alle wiedersehen, die wir kennen", sagte Zelt: "Oder ob es viele gibt, die in der Zwischenzeit erkannt haben, dass es auch andere schöne Dinge im Leben gibt als den Fußball." Auch mehrere Funktionäre hatten zuletzt bereits vor einer möglichen Entfremdung der Fans gewarnt.

Die Demut des Profifußballs zu Beginn der Krise sah Zelt "von Anfang an sehr skeptisch. Wenn es Veränderungen geben soll, müssen die entscheidungsrelevanten Leute das auch wirklich wollen. Und diesen Eindruck habe ich nicht", sagte er: "Am Ende wird man sagen: Wir haben Standpunkte ausgetauscht. Mehr aber auch nicht. Leider."

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Auch an die Ergebnisse der "Taskforce Zukunft Profifußball", die von der Deutschen Fußball Liga (DFL) ins Leben gerufen wurde und neue Wege entwerfen soll, hat Zelt kaum Erwartungen. "Wir sind alle gespannt, was dabei herauskommt", sagte er, "aber die Signale, die ich so höre, sind nicht sehr ermutigend."

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