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Geisterspiele als Gefahr für die Bundesliga
Geisterspiele als Gefahr für die Bundesliga © AFP/SID/CHRISTOF STACHE
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Für Sportwissenschaftler Martin Lames zementieren die "Geisterspiele" in der Fußball-Bundesliga die Kräfteverhältnisse zugunsten der großen Vereine.

Für Sportwissenschaftler Martin Lames zementieren die "Geisterspiele" in der Fußball-Bundesliga die Kräfteverhältnisse zugunsten der großen Vereine. "Ich sehe das als eine große Bedrohung für die Bundesliga", warnte der Professor von der Technischen Universität München in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen vor den Auswirkungen der Begegnungen während der Corona-Pandemie ohne Zuschauer.

Der entfallende Heimvorteil benachteiligt laut Lames besonders die Underdogs. "Ohne Zuschauer gewinnt noch häufiger das Team mit dem großen Budget und den teuren Spielern. Was die finanziellen Unterschiede in der Liga betrifft, sind fehlende Zuschauer fatal, denn Geisterspiele ohne Heimvorteil verstärken diese Ungleichheiten nur noch zusätzlich", erklärte der 61-Jährige.

Umso wichtiger ist aus der Sicht des Forschers eine abgestimmte und gemeinsame Vorgehensweise aller Erstliga-Vereine bei der Rückkehr von Zuschauern in die Stadien nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen für diese Bereiche. "Ich warne eindringlich davor, Fans nur in einzelnen Regionen zuzulassen, wenn die Inzidenzwerte niedrig sind oder die Behörden tolerant. Es wäre sehr ungerecht und für die Bundesliga auch ungünstig, wenn einzelne Mannschaften von laxeren Corona-Regeln profitieren", meinte Lames: "Für eine etwaige Öffnung der Stadien für Zuschauer muss eine solidarische und einheitliche Lösung für die gesamte Bundesliga her."

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