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Elvis Rexhbecaj trifft doppelt beim Erfolg der Kölner
Elvis Rexhbecaj trifft doppelt beim Erfolg der Kölner © FIRO/FIRO/SID
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Derbysieg im Schneeregen: Der 1. FC Köln hat dank Doppelpacker Elvis Rexhbecaj das Duell beim Erzrivalen Borussia Mönchengladbach mit 2:1 gewonnen.

Derbysieg im Schneeregen: Der 1. FC Köln hat dank Doppelpacker Elvis Rexhbecaj das Duell beim Erzrivalen Borussia Mönchengladbach mit 2:1 (1:1) gewonnen und das peinliche Pokal-Aus wettgemacht. Das Team von Trainer Markus Gisdol setzte sich durch den dritten Sieg aus den letzten vier Spielen zudem etwas von den Abstiegsrängen ab. 

Rexhbecaj (3./55.) traf doppelt für den FC, der erstmals seit 2016 im Borussia-Park siegte. Drei Tage nach der bitteren Pokalpleite bei Zweitligist Jahn Regensburg zeigten die Gäste einen couragierten Auftritt. Gladbach verlor dagegen durch die erste Niederlage des Jahres im Schneckenrennen um die Champions-League-Plätze an Boden, der Ausgleich durch Florian Neuhaus (16.) war zu wenig.

"Derbys sind wie Pokalspiele immer speziell", hatte Borussen-Trainer Marco Rose vor Anpfiff gesagt - und behielt recht: Von Beginn an entwickelte sich ein rassiger, hart geführter Fight. Schon nach 59 Sekunden sah Gladbachs Kapitän Lars Stindl nach einem Foul an Rexhbecaj die erste Gelbe Karte.

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Nur zwei Minuten später gab Rexhbecaj die passende Antwort: Nach einem klugen Zuspiel von Ondrej Duda zog der Leihspieler des VfL Wolfsburg aus 16 Metern ab, der leicht abgefälschte Ball schlug unhaltbar im Eck ein. Gladbach kassierte damit erstmals in dieser Saison ein Gegentor in der ersten Viertelstunde.

Die frühe Führung spielte dem FC zunächst in die Karten, das Gisdol-Team zog sich nun weit zurück. Die Borussia biss sich die Zähne aus, ehe es Neuhaus aus der Distanz versuchte - und die nötige Portion Glück hatte. Diesmal war es Jorge Mere, der dem Ball eine entscheidende Richtungsänderung gab.

Bis zur Pause blieb die von vielen Zweikämpfen geprägte Begegnung auf überschaubarem Niveau. Gladbach bemühte sich vergebens, Köln ließ die wenigen Kontermöglichkeiten ungenutzt.

Für Ärger hatte vor Anstoß ein im Internet aufgetauchtes Video aus dem Kölner Mannschaftsbus gesorgt. Darauf ist zu hören, wie Offensivspieler Dominick Drexler FC-Fans als "Spacken" bezeichnet, die bei der Abfahrt des Busses Pyrotechnik gezündet hatten. Drexler entschuldigte sich später. Der "Support hat uns alle sehr gefreut", wurde er auf der Klubhomepage zitiert.

Nach der Pause setzte heftiger Regen und später sogar Schneefall ein, das Spiel blieb intensiv und von Fouls geprägt. Ein dicker Patzer führte zur erneuten FC-Führung: Stefan Lainer passte den Ball in den Fuß des lauernden Rexhbecaj, der aus spitzem Winkel Gladbachs Keeper Yann Sommer tunnelte. 

Rose reagierte und brachte drei neue Spieler, die noch einmal für Schwung sorgten. Stindl (78.) vergab jedoch freistehend.

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