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Bayer Leverkusen steckt in der Krise. Wackelt nun Trainer Peter Bosz? Ex-Spieler Patrick Helmes erklärt die Talfahrt bei SPORt1.

Die Talfahrt nimmt kein Ende! 

Noch vor Weihnachten war Bayer Leverkusen voll im Soll. In allen drei Wettbewerben hatte die Werkself Titelchancen. 

Doch dann folgte das peinliche Aus im DFB-Pokal bei Rot-Weiß Essen, der Absturz in der Liga und nun auch noch das Blamage-Ausscheiden gegen die Young Boys Bern in der Europa League. (Alles zur Europa League)

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Aber wie ist der fatale Einbruch zu erklären?

"Fakt ist, dass die Welt vor zwei Monaten noch anders aussah in Leverkusen. Du merkst schon, dass es eine sehr junge Mannschaft ist. Vor acht Wochen hieß es noch, dass die Truppe meisterbereit ist. Die Bundesliga wird immer so bleiben, dass vier Monate nicht reichen. Und dementsprechend muss diese junge Mannschaft weiter wachsen", sagte der Ex-Leverkusener Patrick Helmes SPORT1. (Tabelle der Bundesliga)

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Helmes lief von 2008 bis 2011 für Leverkusen auf und schoss in 73 Pflichtspielen satte 37 Treffer. Er kennt den Verein und sieht deshalb trotz der Krise noch keine Gefahr für Trainer Peter Bosz. 

Helmes: Findet Bosz die Stellschrauben?

"Bayer ist nicht dafür bekannt, dass sie einen Trainer schnell vor die Tür setzen", erklärte der Ex-Nationalspieler. 

Helmes fügte an: "Bosz hat in den ersten Monaten sehr viel richtig gemacht. Es ist nun eine Phase, die nicht so gut läuft. Die Frage ist, wie der Austausch zwischen Rudi Völler, Simon Rolfes und Bosz läuft. Wenn die Verantwortlichen so nah dran sind, dass sie merken, der Trainer erreicht die Mannschaft und dreht die richtigen Stellschrauben, dann kannst du so einen Weg auch weitergehen." 

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Nur in einem Fall wird es laut Helmes einen radikalen Schnitt geben: "Wenn sie das Gefühl haben, es klappt nicht mehr, dann wird etwas passieren." 

Die Bilanz in diesem Jahr ist katastrophal. Siege gab es in der Bundesliga nur gegen Borussia Dortmund und Stuttgart. Gegen die Abstiegskandidaten Augsburg und Mainz kam Bayer nur zu Unentschieden. Vier Niederlagen runden das schwache Bild ab. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Helmes macht sich für Bosz stark

Allerdings macht sich Helmes für Bosz stark. 

"Diskussionen gibt es immer. So ist das Business. Ich finde es grundsätzlich super, dass sie an Bosz festhalten", erklärte der frühere Torjäger: "Ich habe auch das Gefühl, dass sie an Bosz glauben. Sie wissen, dass er es schon besser hinbekommen hat."  

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Helmes ist mittlerweile selbst als Coach tätig, trainiert den SV Admira Wacker II in Österreich und sprang im September 2020 dort bei der Bundesliga-Vertretung für eine Partie als Interimslösung ein. 

Leverkusen vor Krisen-Duell mit Gladbach

"Vom Grundprinzip ist es immer gut, dass der Verein am Trainer festhält. St. Pauli ist ein super Beispiel. Die haben die beste Serie in der Vereinsgeschichte hingelegt. Es geht super schnell auch wieder in die andere Richtung."

Dabei sieht der 37-Jährige durchaus Brisanz in Bayers Situation. Es droht sogar ein Jahr ohne internationalen Wettbewerb. Am Samstag steht das Krisen-Duell gegen Gladbach an. (Bundesliga: Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen ab 15.30 im LIVETICKER)

"Die oberen Mannschaften wie Wolfsburg ziehen nach und nach weg. Vor zwei Monaten war man an Bayern dran, jetzt ist man weit entfernt. Jetzt fallen nach und nach die Champions-League-Plätze weg", weiß Helmes: "Fakt ist, dass der Verlierer des Spiels noch weiter in die Krise rutschen wird."

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