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München - An einem kalten Frühlingtag im März 2014 schreibt der FC Bayern Bundesliga-Geschichte. Die Meisterfeier wird für immer in Erinnerung bleiben.

Thomas Müller steht vor tausenden feiernden Fans. Inmitten seiner Teamkameraden. Sein Trikot hat er über eine dicke Winterjacke gezogen. Dann greift er sich ein Megafon.

"Gebt mir ein H", brüllt Müller - die Menge macht begeistert mit.

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Nach dem traditionellen "HUMBA-Fangesang" springen die Spieler aufeinander zu, freudestrahlend und voller Euphorie liegen sich alle in den Armen und können nicht fassen, was sie heute geschafft haben.

An jenem 25. März 2014 schrieb der FC Bayern Geschichte. Mit dem 3:1 Sieg gegen Hertha BSC sicherten sich die Münchner bereits am 27. Spieltag vorzeitig die Meisterschaft. Keiner anderen Mannschaft in der Geschichte der Bundesliga gelang dies jemals so früh.

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Der FC Bayern konnte nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden - das Team des damaligen Trainers Pep Guardiola hatte nie Dagewesenes geleistet.

Dementsprechend ausgelassen wurde der Gewinn der deutschen Meisterschale mit den mitgereisten Fans gefeiert. Die traditionelle Weißbierdusche blieb im Berliner Olympiastadion allerdings aus - es herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt an dem kalten Dienstagabend.

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Bayern schrammt an perfekter Saison vorbei

Statt prall gefüllten Weißbiergläsern waren auf dem Rasen Spieler des FC Bayern mit dicken Pullovern zu sehen.

Nicht nur deshalb wird die Saison 2013/14  Bayern-Fans noch lange in Erinnerung bleiben.

Bis zum 28. Spieltag blieben die Münchner ungeschlagen. Um ein Haar wäre es dem Rekordmeister gelungen, eine ganze Saison lang ungeschlagen zu bleiben.

Nach dem Triumph gegen Hertha und der vorzeitigen Meisterschaft mussten die Bayern anschließend aber zwei Niederlagen gegen Augsburg und den BVB hinnehmen.

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FC Bayern dominiert die Liga

Der grenzenlosen Freude der Bayern-Fans nach der vorzeitigen Meisterschaft tat dies aber keinen Abbruch.

Ohnehin waren die Statistiken des FCB in der Saison 13/14 atemberaubend: Von den 34 Spielen hat Bayern 29 Spiele gewonnen, zwei gingen verloren und drei endeten unentschieden. Das entspricht einer durchschnittlichen Punktzahl von 2,65 Punkten pro Spiel.

Arjen Robben (m.) und Franck Ribéry (r.) hatten maßgeblichen Anteil am Erfolg des FC Bayern
Arjen Robben (m.) und Franck Ribéry (r.) hatten maßgeblichen Anteil am Erfolg des FC Bayern © Imago

Zum Vergleich: In der aktuellen Saison hat der FC Bayern derzeit einen Durchschnitt von 2,35 Punkten.

Das Torverhältnis in der Saison des Rekordes war ebenso nahezu unglaublich: 94 erzielte Tore bei nur 23 Gegentreffern standen dem FCB zu Buche.

Wieder zum Vergleich: In der laufenden Saison hat Bayern nach dem 26. Spieltag schon 12 Gegentore mehr kassiert als vor sieben Jahren in der ganzen Saison.

Bayern verteidigt den Titel

Wenn die Fans des Rekordmeisters an die Spieler von damals zurückdenken, werden einige von ihnen wohl wehmütig werden.

In der Abwehr sorgten unter anderem Dante und Daniel van Buyten für Stabilität, über die Außenbahnen wirbelten Franck Ribéry und Arjen Robben und im Angriff gingen Mario Mandzukic und Claudio Pizarro auf Torejagd.

Mit dem Sieg gegen Hertha, bei dem unter anderem Ribéry traf, konnte sich der Rekordmeister neben der vorzeitigen Meisterschaft auch über die erste Titelverteidigung seit 2006 freuen.

Ein Moment, der Bayern-Anhängern sicherlich für immer in Erinnerung bleiben wird - auch oder vielleicht gerade, weil bei der Meisterfeier die Bierdusche fehlte.

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