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Christian Günter verlängerte kürzlich seinen Vertrag beim SC Freiburg
Christian Günter verlängerte kürzlich seinen Vertrag beim SC Freiburg © Imago
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Freiburg und München - Der SC Freiburg gewinnt das Heimspiel gegen den FC Augsburg. Christian Günter spielt dabei eine Hauptrolle - über einen Vergleich mit Messi kann er schmunzeln.

Lange Zeit rieben sich beide Teams in ruppigen Zweikämpfen auf - dann fasste sich Christian Günter ein Herz.

Mit einem energischen Antritt setzte der Kapitän des SC Freiburg auf der linken Außenbahn zu einem Sololauf an, ließ fünf Gegenspieler des FC Augsburg stehen und spitzelte dann mit letzter Kraft im Fallen den Ball zu Roland Sallai. Der Ungar schob zum Führungstor (51.) ein und leitete damit den 2:0 (0:0)-Sieg der Breisgauer gegen den FCA ein. (LIVETICKER zum Nachlesen)

"Das habe ich immer mal wieder. Ich muss dann nur die Ruhe bewahren, dass ich dann auch noch den Pass spielen kann. Das habe ich in dem Moment getan. Es freut mich natürlich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Zum Glück hat ihn Roland dann auch reingedrückt", erklärte Günter seine Energieleistung hinterher bei Sky.

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Freiburg im Europapokal? "Warum sollen wir nicht da hinschauen?"

Auch das zweite Tor durch Philipp Lienhart (81.) leitete Günter mit einer Freistoßflanke ein. Während Augsburg einen Dämpfer im Abstiegskampf kassierte, meldeten sich die Breisgauer nach zuletzt zwei Niederlagen zurück und dürfen mit nun 37 Punkten als Tabellenachter wieder zaghaft vom Europapokal träumen. Der Rückstand auf die weiter taumelnden Leverkusener auf Platz sechs beträgt nur drei Punkte. (Bundesliga: Die Tabelle)

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"Warum sollen wir nicht da hinschauen?", meinte Günter. "Es sind drei Punkte. Wir haben wieder ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Wenn wir das auf den Platz bringen, sind wir schwer zu schlagen. Mit 37 Punkten ist jetzt alles in Ordnung, wir sind absolut im Soll. Wenn wir daran schnuppern können, dann tun wir das."

Günter schmunzelt über Messi-Vergleich

Günter, der 2012 sein Profidebüt feierte und bislang seine gesamte Karriere beim SC verbracht hat, hatte erst am Donnerstag mit seiner Vertragsverlängerung ein Zeichen gesetzt. Auf dem Platz ließ der 28-Jährige dann mit seinem super Solo Taten folgen. Angesprochen auf einen Vergleich mit Barca-Star Lionel Messi, meinte Günter schmunzelnd: "Hört sich ganz gut an, aber mit ihm kann ich mich dann doch noch nicht vergleichen. Er hat mir einige Tore voraus. Wo ich ihm vielleicht ebenbürtig bin, ist die Vereinstreue."

Trainer Christian Streich hatte seinen Antreiber schon im Vorfeld der Partie gelobt: "In der Rolle, die er hat, ist es eine große Herausforderung weiterhin über so viele Jahre bei einem Verein zu bleiben und den Wagen zu ziehen. Und das wird von ihm erwartet." Und das tat der Außenverteidiger in einer lange Zeit zähen Begegnung immer wieder. (Bundesliga: Spielplan und Ergebnisse)

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Kuriosum bei Trikotwahl und Gelb-Flut

Doch zunächst kam es bei der Trikotwahl zu einem Kuriosum. Während Augsburg in Grün spielte, lief das Heimteam wegen der Rot-Grün-Sehschwäche eines Freiburger Spielers ausnahmsweise statt in seinen roten in den gelben Trikots auf. Bis zur Pause entwickelte sich eine offene Partie mit wenigen Möglichkeiten, im Mittelfeld kam es zu einigen ruppigen Zweikämpfen. Am Ende hatte Schiedsrichter Bastian Dankert neun Gelbe Karten verteilt.

Nach dem Freiburger Führungstreffer suchten auch die Augsburger verstärkt den Weg in die Offensive. Marco Richter (53.) und Rani Khedira (58.) sowie Daniel Caligiuri (66.) per Freistoß scheiterten am jeweils gut reagierenden Müller. In der Schlussphase drängten die Gäste auf den Ausgleich, doch Lienhart machte per Kopf alles klar.

"Was gut war, war der Wille zu fighten und zu arbeiten. So haben wir nicht unverdient gewonnen", bilanzierte Streich – nahm das Wort "Europa" aber noch nicht in den Mund: "Wenn wir noch ganz hoch hinaus wollen, müssen wir noch eine Schippe drauflegen. Jetzt kicken wir einfach mal weiter."

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