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Sportvorstand Fredi Bobic wird den Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt zum Saisonende verlassen.

Frankfurt am Main (SID) - Sportvorstand Fredi Bobic wird den Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt zum Saisonende verlassen. Wie die Hessen mitteilten, wird der ursprünglich bis 2023 laufende Vertrag des 49-Jährigen in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Die Trennung erfolgt bereits zum 31. Mai und damit nur wenige Tage nach dem letzten Spieltag. Somit könnte Bobic ab Juni bei seinem potenziellen neuen Arbeitgeber Hertha BSC einsteigen.

Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen sich die Vereine nach wochenlangen Verhandlungen auf eine Ablösesumme von 2,5 bis drei Millionen Euro geeinigt haben. Ursprünglich hatte die Eintracht wohl auf fünf Millionen Euro gepocht. Die Eintracht verliert damit nach Trainer Adi Hütter und Sportdirektor Bruno Hübner die nächste zentrale Figur im sportlichen Bereich.

"Ich blicke auf fünf großartige Jahre bei Eintracht Frankfurt zurück", sagte Bobic: "Die in dieser Zeit realisierten Erfolge erfüllen mich mit Stolz. Wir haben viel verändert und viel geschaffen."

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Aufsichtsratschef Philip Holzer lobte Bobics Arbeit in höchsten Tönen. Der ehemalige Nationalspieler habe "durch viele kluge und gelungene Personalentscheidungen die Weichen für eine systematische Verbesserung des Profikaders gestellt und optimale Arbeit geleistet", sagte der 54-Jährige: "Besonders anfangs hat er unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen für eine sportliche Neuorientierung gesorgt, damit auch einen wichtigen Stimmungsaufschwung im Umfeld des Traditionsvereins und bei seinen Fans ausgelöst."

Bobic war 2016 zur Eintracht gekommen und machte die Hessen mit klugen Entscheidungen zu einem Spitzenteam. Bereits im Februar hatte er mit einem Alleingang live im TV seinen Abschied aus Frankfurt angekündigt und damit für Unmut gesorgt. Als Wunschziel gilt die Hertha aus Berlin, wo seine Familie ihren Lebensmittelpunkt hat.

Nachdem bei der SGE nun Klarheit herrscht, werde man "konkrete Gespräche mit potentiellen Kandidaten für die Nachfolge" führen, kündigte Holzer an. Der Verein sei trotz der schwerwiegenden Abgänge weiter "in allen Bereichen bestens aufgestellt".

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