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Markus Gisdol steht beim 1. FC Köln wieder einmal mit dem Rücken zur Wand. Gegen den FSV Mainz geht es für beide Teams um viel.

Die Lage beim 1. FC Köln ist bedrohlich, Markus Gisdol steht wieder mal vor einem Endspiel. Im Kellerduell gegen Mainz 05 braucht der Trainer einen Sieg, um seinen Job zu retten. Mögliche Nachfolger werden schon gehandelt. 

"Abschotten im Trainingsbetrieb bedeutet in Köln, dass du hinterm Zaun trainierst, die Journalisten auf ein Podest steigen und über den Zaun filmen", erzählte der angezählte Trainer lachend vor dem enorm wichtigen Kellerduell gegen den FSV Mainz 05. 

Und so verriet Endspiel-Experte Gisdol schon vorab, mit welchen Mitteln er am Sonntag seinen Kopf mal wieder aus der Schlinge ziehen und seinen Job retten will. Die "notwendige Lockerheit im Umgang mit der Mannschaft" sei wichtig - "natürlich gepaart mit dem klaren Ziel, dieses Spiel gewinnen zu wollen". (Bundesliga: Die Tabelle)

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Nicht nur für Gisdol ist die Partie gegen Mainz ein Schicksalsspiel - für den gesamten Klub hängt beim Kampf gegen den siebten Bundesliga-Abstieg enorm viel von diesen 90 Minuten ab. Bei einer Niederlage betrüge der Rückstand auf die Rheinhessen, die eine bärenstarke Rückrunde spielen, bei sechs ausstehenden Spielen schon fünf Punkte. 

Köln - Mainz: Die Aufstellungen

Köln: Timo Horn - Ehizibue, Meré, Czichos, Katterbach - Skhiri, Hector - Wolf, Duda, Kainz - Andersson 
Mainz: Zentner - St. Juste, Bell, Niakhaté - da Costa, Kohr, Mwene - Barreiro, Boetius - Burkardt, Onisiwo

Köln - Mainz: Nächstes Endspiel für Gisdol

Hoffnung macht die Rückkehr des lange verletzten Abwehrchefs Sebastiaan Bornauw, der nach seiner Wirbelsäulen-OP wieder im Kader steht.

Gisdol kann jeden Mutmacher gebrauchen. Nach der 0:1-Pleite beim VfL Wolfsburg am Ostersamstag hatte Sportdirektor Horst Heldt seinem Trainer eine Job-Garantie für das Mainz-Spiel gegeben - aber eben explizit nur dafür.

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Und Heldt machte unmissverständlich klar: "Ich denke schon, dass wir drei Punkte zu Hause holen müssen." Denn in den vergangenen sieben Spielen holten die Geißböcke nur mickrige zwei Zähler - bei einer Niederlage gegen die 05er dürften Gisdols Tage gezählt sein.

Für den 51-Jährigen ist dies freilich keine neue Situation. Mehrmals schien der baldige Rauswurf in dieser Saison bereits beschlossene Sache - und immer wieder zeigte die Mannschaft genau dann eine Reaktion und rettete Gisdol den Job, zuletzt vor der Länderspielpause beim 2:2 gegen Borussia Dortmund. (Bundesliga: Spielplan und Ergebnisse)

Und genau darauf hofft Gisdol auch diesmal in seinem x-ten Endspiel.

Bundesliga: Kehrt Funkel zurück?

Wie in solchen Situationen üblich, kreisen die Namen der möglichen Nachfolger aber schon wie Geier über dem Geißbockheim. Der Kölner Express brachte bereits Friedhelm Funkel (67) oder Thorsten Fink (53) ins Spiel, letzterer hielt sich gegenüber dem SID jedoch bedeckt.

"Mein Ziel ist es, in den Top-5-Ligen in der Welt zu arbeiten. Das muss nicht in der Bundesliga sein", sagte der frühere Bayern-Profi lediglich. Laut Kölnischer Rundschau sei hingegen schon beschlossene Sache, dass Funkel bei einem Remis oder einer Niederlage gegen Mainz als "Feuerwehrmann" für den Rest der Saison übernehme.

Die Lage in Köln ist angespannt - deshalb versuchte Heldt am Freitag auch, etwas Druck zu nehmen. "Es ist kein Endspiel, aber einfach ein verdammt wichtiges Spiel", sagte er und betonte: "Mit einem Sieg sind wir nicht gerettet, deswegen sollte es auch danach konzentriert weitergehen. Und sollte es anders verlaufen, müssen wir uns auch nicht schon Zugfahrkarten für die 2. Liga suchen." -

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