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München - Youssoufa Moukoko muss seine Debüt-Saison beim BVB nach einer Verletzung vorzeitig beenden. SPORT1 bilanziert die Premieren-Spielzeit des Supertalents.

Den 21. November 2020 werden sie beim BVB wohl nie vergessen.

Mit Youssoufa Moukoko betrat eines der größten deutschen Fußballtalente die Bundesliga-Tribüne. Nur ein Tag nach seinem 16. Geburtstag gab der Stürmer sein Bundesliga-Debüt, er wurde beim 5:2-Sieg bei Hertha BSC kurz vor dem Ende eingewechselt. Er löste den ehemaligen BVB-Profi Nuri Sahin als jüngsten Bundesliga-Profi ab.

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Möglich machte das Debüt eine Regeländerung der DFL, die dafür sorgte, dass Spieler ab ihrem 16. Geburtstag eingesetzt werden dürfen. Moukoko profitierte als erster Spieler davon. Der Teenie, der in der BVB-Jugend alles kurz und klein schoss und mit 14 Jahren schon A-Jugend spielte, ist seit Ende November fester Bestandteil der Profi-Mannschaft.

Bänderverletzung sorgt für Saison-Aus von Moukoko

Nun stoppte eine Bänderverletzung, zugezogen bei der U21, das Supertalent und beendete dessen Saison vorzeitig. "Ich werde noch härter und stärker arbeiten und Inshallah werde ich mit einer gewaltigen Power zurückkommen. Der Mouki kommt bald zurück", gab er sich nach dem Rückschlag via Instagram kämpferisch. SPORT1 blickt zurück auf Moukokos Premieren-Saison.

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Große Anlaufschwierigkeiten hatte Moukoko nicht. Er belebte bei seinen Kurzeinsätzen das Dortmunder Offensivspiel mit seiner Frechheit und Unbekümmertheit. Es dauerte nicht allzu lange, bis sich der in Kamerun geborene Stürmer einen weiteren Rekord schnappte. Mit seinem ersten Bundesliga-Treffer am 18. Dezember 2020 avancierte Moukoko zum jüngsten Bundesliga-Torschützen.

Der Hype um das Supertalent war auch schon vor dessen Debüt riesig. Beim BVB ist man seit jeher bemüht, diesen zu bremsen. "Youssoufa ist ein wichtiger Teil von Borussia Dortmund. Wir sollten allerdings alle etwas den Fuß vom Gaspedal nehmen, sodass sich alles entwickeln kann", erklärte Sportdirektor Michael Zorc kurz vor Moukokos Debüt.

Watzke spricht über Probleme von Moukoko

Ähnlich formulierte es auch Sebastian Kehl "Wir versuchen einfach angemessen auf die Bremse zu treten, was seine Entwicklung angeht", sagte der Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung, nach Moukokos erstem Spiel bei Sky.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zeigte sich begeistert vom Auftreten des Youngsters. "Er benimmt sich tadellos, ist sehr ernsthaft, weiß genau, was er will. Youssoufa wird seinen Weg machen, das ist keine Frage", sagte er im Januar dem kicker.

Er sah aber auch Anpassungsschwierigkeiten. "Ich habe gesehen, wie sehr Youssoufa sich dann doch unter Druck gesetzt fühlte. In den ersten Spielen hatte ich nicht den Eindruck, dass er der ist, den man aus dem Nachwuchs kennt. Die Situation war - natürlich und nachvollziehbar - schwierig für ihn."

Seit seinem Debüt kam Moukoko auf 14 Einsätze in der Bundesliga und einem Spiel in der Champions League. Insgesamt drei Tore erzielte Moukoko in der Bundesliga. Nur 366 Minuten benötigte er für seine drei Treffer. Nur Frankfurts Luka Jovic brauchte für seine drei Tore noch weniger Zeit (341 Minuten).

Sturmjuwel belebt BVB-Offensive

Der eine oder andere BVB-Fan hätte sich sicher mehr Einsatzzeiten des Sturmjuwels gewünscht. Doch in Dortmund wollen sie den Nachwuchs-Stürmer behutsam aufbauen und verfolgen einen langfristigen Plan. Bei seinen Einsätzen blitzte sein Potenzial jedoch immer wieder auf. Er war belebender Faktor und eine ernsthafte Alternative.

Die U21-EM sollte dann der große Höhepunkt von Moukokos Debüt-Saison werden. Doch vor dem ersten Gruppenspiel der deutschen U21 gegen Co-Gastgeber Ungarn (3:0) verletzte er sich. Anfangs sah es nach einer kleineren Blessur aus, doch jetzt ist klar: Moukoko wird in dieser Saison kein Spiel mehr machen können.

Auch wenn Moukoko in seiner ersten Bundesliga-Saison (natürlich) nicht an seine Torquote aus seiner Jugendzeit anknüpfen konnte, lässt sich dennoch festhalten: Seine erste Profi-Saison in Schwarz-Gelb macht Lust auf mehr!

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