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Noch ist Hansi Flicks Abschied vom FC Bayern nicht in trockenen Tüchern, doch die Nachfolge-Debatte tobt bereits. Auch im Doppelpass werden Namen diskutiert.

Ob Ralf Rangnick im Hinterkopf hatte, dass er möglicherweise selbst sein Trainer sein würde, als er Tanguy Nianzou im vergangenen Jahr prophezeite, dass er in "spätestens ein bis zwei Jahren Stammspieler" beim FC Bayern sein werde?

Vermutlich nicht - und dennoch könnte es soweit kommen. Zumindest wenn es nach Alfred Draxler geht.

"Ich glaube, dass Ralf Rangnick interessant wäre. Er hat bewiesen, dass er es kann. Er hat bewiesen, dass er analytisch ist. Er hat vor allem bewiesen, dass er mal bereit ist, Strukturen zu verändern", sagte der SPORT1-Experte im CHECK24 Doppelpass im Hinblick auf die Nachfolge von Hansi Flick, der vorzeitig aus seinem Vertrag beim FCB heraus möchte. (KOMMENTAR: Flick hat keine andere Wahl!)

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"Der Haken könnte sein, dass dann das Verhältnis mit Hasan Salihamidzic und den Bossen noch komplizierter wird", schränkte der erfahrene Journalist ein.

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Rangnick zu Bayern? Effenberg und Veh skeptisch

Beim Rest der Doppelpass-Runde stieß Draxlers Idee allerdings auf wenig Gegenliebe.

"Beim AC Mailand hat es nicht geklappt, beim DFB nicht, bei Schalke nicht, das muss ja alles Gründe haben. Bayern München kann ich mir bei ihm eher nicht vorstellen", warf Stefan Effenberg ein und erhielt dabei Unterstützung vom langjährigen Bundesliga-Trainer Armin Veh.

"Der FC Bayern ist schon nochmal eine andere Hausnummer als wenn ich bei Hoffenheim mit Dietmar Hopp und bei Leipzig mit Mateschitz über Jahre etwas aufbauen kann. Bayern München übernehmen, das sind schon nochmal andere Stiefel, in die ich da reinpassen muss."

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Veh, 2007 als Trainer mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister und zuletzt bis November 2019 Geschäftsführer Sport beim 1. FC Köln, wirft stattdessen einen ganz anderen Namen in den Ring: Trainer-Legende Arsène Wenger (22 Jahre beim FC Arsenal).  

"Er spricht Deutsch, ist unheimlich erfahren. Jupp Heynckes hat ja seinerzeit in einem gewissen Alter noch Überragendes geleistet. Wenger ist einer, der das aus meiner Sicht unbedingt wollen würde. Das wäre für mich einer", argumentierte der 60-Jährige.

Zahlt Bayern Millionen-Ablöse für Nagelsmann?

Der Favorit ist und bleibt aber Julian Nagelsmann. Sollten die Bayern Flick die Freigabe erteilen, könnte es womöglich schnell gehen.

Nach SPORT1-Informationen hat sich RB Leipzig bereits mit möglichen Nachfolgern befasst. Allerdings müssten die Bayern für den Trainer-Shootingstar (33 Jahre) tief in die Tasche greifen. Erst ab 15-20 Millionen Euro soll RB überhaupt gesprächsbereit sein.

Bayern-Legende Effenberg sieht diese Personalie aber kritisch. "Ich glaube, für Julian und seine Entwicklung wäre es besser, wenn er seinen Vertrag in Leipzig bis 2023 erfüllen würde. Bayern München ist noch mal eine ganz andere Kategorie", betonte der 52-Jährige.

Noch aber ist Flicks Abgang ohnehin nicht in Stein gemeißelt. SPORT1 erfuhr: Würde sich der Klub von Salihamidzic trennen, könnte der Chefcoach noch einmal umdenken.

Für die Zukunft des Sportvorstands ist der Aufsichtsrat verantwortlich - dort ist die Mehrheit pro Flick.

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