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Die Profis des FC Schalke 04 können offenbar frei entscheiden, ob sie im Saisonendspurt der Bundesliga auflaufen. Das erklärt Peter Knäbel.

Die Fan-Wut beim FC Schalke 04 könnte Folgen auf den Saisonendspurt der Bundesliga haben.

Denn sollten sich einzelne Profis nicht in der Lage fühlen, in dieser Spielzeit noch mal für die Königsblauen aufzulaufen, würde dafür offenbar eine Lösung gefunden werden.

"Ich kann mit allen Entscheidungen leben, innerhalb der juristischen Grenzen. In erster Linie kommt es auf die Reaktion als Mensch an", sagte Peter Knäbel: "Wir müssen sehen, wie es den Jungs geht."

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Die Bild zitiert den Sportvorstand sogar mit folgenden Worten: "Wenn einer die restlichen vier Partien nicht mehr für Schalke auflaufen will, kann ich mit dieser Position leben."

Er erklärte, dass mit jedem Profi Einzelgespräche geführt werden, um herauszufinden, "was hängen geblieben ist".

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Jagdszenen bei Schalke-Ankunft

Schalkes Abstieg war nach dem 0:1 bei Arminia Bielefeld am Dienstag besiegelt worden. Bei der Ankunft an der heimischen Arena war die Mannschaft laut Polizei von 500 bis 600 aufgebrachten Anhängern empfangen worden. Es kam zu regelrechten Jagdszenen, Spieler wurden getreten, geschlagen und mit Gegenständen beworfen, ihre Autos demoliert.

"Die Fans sind auf uns losgegangen. Wir sind ab dann nur noch gerannt. Das war Angst, pure Angst! Ich bin nur noch gerannt. Einige von uns haben Tritte und Schläge abbekommen. Ich bin schockiert und weiß nicht, wie wir die nächsten Spiele noch bestreiten sollen", beschrieb ein Spieler, der anonym bleiben möchte, bei SPORT1 die Situation. "Ich verstehe auch nicht, wieso man uns überhaupt den Fans ausgeliefert hat. Es hieß vom Verein, dass es nur einen kurzen Austausch geben wird. Die Polizei hat währenddessen unten gewartet."

Schalke trainiert mit verstärkter Security

Die ersten beiden Trainingseinheiten nach der Pleite in Bielefeld waren bereits abgesagt worden.

Der CHECK24 Doppelpass am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Trainer Dimitrios Grammozis "war sauer und enttäuscht und musste sich auch erstmal sammeln", erläuterte Knäbel. "Ich habe allen eine Nachricht geschrieben, dass wir helfen, falls Hilfe gewünscht wird."

Laut Knäbel wird nun "unter erhöhter Aufmerksamkeit" trainiert. Wegen der Quarantäne bei Hertha BSC hat Schalke am Wochenende kein Spiel. Zwischen dem 8.5. und 22.5. hat der Absteiger vier Partien gegen Hoffenheim, Hertha, Frankfurt und Köln. Mit Hertha und Köln sind zwei Teams dabei, die sich in akuter Abstiegsgefahr befinden.

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