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Union-Präsident Zingler lobt die 50+1-Regel
Union-Präsident Zingler lobt die 50+1-Regel © FIRO/FIRO/SID/firo Sportphoto/Ralf Ibing
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Für Präsident Dirk Zingler von Bundesligist Union Berlin hat der deutsche Profifußball mit der 50+1-Regel einen Vorteil gegenüber anderen Ligen.

Für Präsident Dirk Zingler von Fußball-Bundesligist Union Berlin hat der deutsche Profifußball mit der 50+1-Regel einen Vorteil gegenüber anderen Ligen. "Wir haben ein Alleinstellungsmerkmal. Wir haben einen besonderen, traditionellen und sehr menschenverbundenen Fußball noch in Deutschland", sagte Zingler am Freitag: "Dieses Bashing des deutschen Profifußballs ist teilweise unerträglich, wenn man es zu den anderen europäischen Ländern ins Verhältnis setzt."

Im Lichte des öffentlichkeitswirksamen Flops der Super League von zwölf internationalen Top-Vereinen sowie der Reform der Champions League täte der deutsche Fußball laut Zingler gut daran, sich auf seine Stärken zu besinnen - wie beispielsweise die 50+1-Regel, die es Investoren nicht gestattet, die Mehrheit an einem Verein zu übernehmen.

"Ich kenne keine guten Beispiele, wo noch mehr Geld zu einem guten Ergebnis geführt hat", so Zingler: "Wir nehmen für uns auch in Anspruch, ein Beispiel dafür zu sein, wo es gut mit einem mitgliedergeführten Verein und mit wenig Geld funktionieren kann."

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Dass nun auch für Trainer höhere Summen aufgerufen werden, sieht Zingler derweil kritisch. Bayern München verpflichtete jüngst Julian Nagelsmann von RB Leipzig ab Sommer für bis zu 25 Millionen Euro. "Jetzt ist ja die Frage: Wird der Trainer in Zukunft genauso behandelt wie ein Spieler? Haben wir jetzt immer auch ein Transferfenster für Trainer?", meinte der Präsident: "Ich finde es nicht gut, weil ein Trainer eine Führungspersönlichkeit ist. Wir müssen mit ihm planen können."

Dennoch verwies Zingler auch auf "das Recht zur freien Vertragsgestaltung". Letztendlich sei es im vorhandenen Beispiel eine Sache zwischen Bayern, Leipzig und Nagelsmann. "Wenn die drei sich einig sind, steht es mir nicht zu, darüber zu urteilen", sagte Zingler: "Grundsätzlich müssen wir darauf achten, dass wir uns von der Lebensrealität der uns umgebenden Menschen nicht noch weiter entfernen."

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