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Rico Strieder (Mitte) absolvierte 2015 gegen Bayer Leverkusen sein einziges Bundesliga-Spiel für den FC Bayern
Rico Strieder (Mitte) absolvierte 2015 gegen Bayer Leverkusen sein einziges Bundesliga-Spiel für den FC Bayern © Imago
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Rico Strieder absolviert lediglich ein Bundesliga-Spiel für den FC Bayern München. Trainer Pep Guardiola überraschte das Ex-Talent mit seiner Nominierung völlig.

Der Durchbruch beim FC Bayern München blieb ihm verwehrt, dennoch dürfte Rico Strieder einen ganz besonderen Moment im Dress des Rekordmeisters nie vergessen.

Am 2. Mai 2015 kam er unter Trainer Pep Guardiola zu seinem einzigen Pflichtspieleinsatz für die Profis der Münchner. Beim 0:2 gegen Bayer Leverkusen stand Strieder die kompletten 90 Minuten auf dem Platz. Auch die Art und Weise, wie Strieder von seinem Startelfeinsatz erfuhr, dürfte der heute 28-Jährige wohl für immer in Erinnerung behalten.

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Strieder: "Plötzlich nannte Pep meinen Namen"

"Ich weiß noch genau: Zwei Stunden vor dem Spiel saßen wir im Besprechungsraum, Pep schrieb die Aufstellung an die Tafel und nannte plötzlich meinen Namen für die Position links in der Viererkette", erzählte Strieder in der Sport Bild. Normalerweise erfahren die Spieler früher, ob sie in der Startaufstellung stehen. Doch Guardiola schockte Strieder völlig.

"Ich konnte es kaum glauben, schaute immer wieder zur Tafel, ob da wirklich 'Strieder' steht. Bastian Schweinsteiger saß neben mir und kniff mich ins Knie, um mir klar zu machen: Es ist wirklich wahr, du spielst von Beginn an", sagte Strieder, der eigentlich nur für die zweite Mannschaft der Bayern vorgesehen war.

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Keine Meister-Medaille für Strieder

Rückblickend sei die späte Bekanntgabe aber gut gewesen. "Gut, dass ich es so kurz vor dem Spiel erfahren habe. Wäre es am Tag zuvor gewesen, hätte ich die ganze Nacht nicht geschlafen." Er sei noch nie in seinem Leben so nervös und angespannt gewesen wie auf der Busfahrt zum Stadion. "Dieses Spiel und das Drumherum war das Größte, was ich erleben durfte", schwärmte Strieder.

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Durch diesen Einsatz darf er sich auf offiziell "Deutscher Meister 2015" nennen. Eine Medaille blieb Strieder allerdings verwehrt. "Ich habe leider keine Medaille bekommen. Warum, weiß ich auch nicht", rätselte der im Münchener Vorort Dachau geborene Strieder.

Er könne es nachvollziehen, als Nachwuchsspieler mit einem Bundesliga-Einsatz nicht zur Meisterfeier eingeladen worden zu sein. "Aber die Medaille wäre lebenslang eine so tolle Erinnerung für mich. Deshalb finde ich es schade, dass ich keine habe. Aber vielleicht liest ja ein Bayern-Verantwortlicher dieses Interview und ich bekomme nachträglich noch eine", hofft das ehemalige Bayern-Talent.

Im Sommer 2015 verließ der Mittelfeldspieler den FC Bayern und wechselte in die Niederlande zum FC Utrecht. Seit vergangenem Jahr spielt er bei PEC Zwolle.

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