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Gelsenkirchen - Hertha BSC hat nach dem Sieg im Nachholspiel gegen Schalke den Klassenerhalt dicht vor Augen. S04 verspielt schon wieder eine Führung. Ein Berliner sieht Rot.

Hertha BSC hat im Nachholspiel gegen Schalke 04 einen Befreiungsschlag gefeiert. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

In ihrer letzten Nachholpartie beim Absteiger S04 setzten sich die Berliner mit 2:1 (1:1) durch und könnten mit einem Heimsieg am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Köln ihr Ziel Klassenerhalt schon vorzeitig erreichen. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Dedryck Boyata (19.) glich die frühe Schalker Führung durch Amine Harit (6.) aus, der eingewechselte Jessic Ngankam (73.) bescherte der Hertha den zweiten Sieg im vierten Spiel nach der zweiwöchigen Corona-Quarantäne.(Tabelle der Bundesliga)

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Lukebakio fliegt vom Platz -Doppel-Pfosten von Schalke

In der hektischen Schlussphase flog dann noch Berlins Lukebakio mit Gelb-Rot vom Platz (88.) und Schalke traf durch Mustafi und Raman zweimal den Pfosten (90. + 3). "Das ist symptomatisch für die ganze Saison, dass so ein Ball dann nicht über die Linie geht und wir uns belohnen können", haderte Trainer Dimitrios Grammozis bei Sky: "Das ist schon brutal, wie der Ball dann auch im Nachschuss noch mal an den Pfosten und raus geht."

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Durch den Sieg hat Hertha jetzt drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. "Es war ein verdienter Sieg, das fühlt sich sehr gut an", sagte Dardai bei Sky: "Die Jungs haben gut gearbeitet - auch in sechs Minuten Verlängerung. Jetzt haben wir zwei Matchbälle. Wir sind glücklich und stolz - aber das heute war noch nicht das Ende."

Torhüter Alexander Schwolow betonte, wie die Corona-Zeit sein Team noch einmal zusammengeschweißt habe. "Auf dem Platz kämpft jeder für den anderen, wir sind eine verschworene Gemeinschaft, von außen wird angefeuert. Da holen wir die letzten Prozente in den letzten Spielen raus."

Hertha feiert nach "Bonus"-Spiel

Das Duell mit den seit drei Wochen als Absteiger feststehenden Königsblauen, die wegen drei Coronafällen mit dem letzten Aufgebot spielten, hatte Trainer Pal Dardai als "Bonus" bezeichnet.

Gleich sieben Spieler fehlten dem Tabellenletzten nach dem Corona-Ausbruch - neben den drei positiv getesteten Profis auch vier Kontaktpersonen, die im Quarantänehotel in Isolation gehen mussten.

Trainer Grammozis baute damit den Schalker Bundesliga-Rekord aus und bot mit Blendi Idrizi aus der Regionalliga-Mannschaft den 40. Spieler der Saison auf.

Dardai hatte nach dem 0:0 gegen Arminia Bielefeld wieder die Rotation angeworfen. Nur Keeper Schwolow, Mittelfeldspieler Lucas Tousart und Stürmer Krzysztof Piatek blieben in der Startelf, verletzt nicht dabei waren unter anderem die beiden besten Torschützen Jhon Cordoba und Matheus Cunha. 

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Harit trifft sehenswert für Schalke

Eine sehenswerte Einzelaktion brachte Schalke in Führung: Harit nahm vor dem Strafraum einen Pass von Sead Kolasinac auf, drang in den 16er ein und ließ Schwolow mit einem Schuss ins lange Eck keine Chance.

Auf der Trainerbank schaute Dardai entgeistert zu. Den Ausgleich bekam sein Team auf dem Silbertablett serviert: Nach einem Freistoß von Marvin Plattenhardt köpfte Boyata völlig frei ein. Es war das 30. Schalker Gegentor nach einer Standardsituation.

Das Geschenk baute die Hertha wieder auf. Die Berliner übernahmen mehr und mehr die Spielkontrolle, doch außer einem harmlosen Distanzschuss von Nemanja Radonjic (35.) sprang lange nichts heraus.

Kurz vor der Pause schoss zweimal Javairo Dilrosun aus aussichtsreicher Position drüber (44./45.+1). 

Piatek verletzt raus, Hertha dreht Spiel trotzdem

Nach dem Seitenwechsel scheiterte Piatek mit einem Kopfball an Schalke-Keeper Ralf Fährmann (55.) und musste danach verletzt vom Feld. Wenig später hatten die Gäste Glück, dass Klaas-Jan Huntelaar nur das Außennetz traf (58.).

Nach der Berliner Führung vergab Radonjic die Entscheidung (83.). Auf der Gegenseite scheiterte Schalke durch Shkodran Mustafi und Benito Raman binnen Sekunden zweimal am Pfosten (90.+3).

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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