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Präsident Herbert Hainer spricht im großen Bayern-Interview über die Zukunft von Julian Nagelsmann und Oliver Kahn. Außerdem verkündet der 66-Jährige eine neue Ära.

Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer hat in einer großen Analyse die neuen und alten Aufgaben des FC Bayern umrissen - und dabei einen Blick in die Zukunft gewagt.

Der Rekordmeister sei auch ohne Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß "bestens aufgestellt". Es sei zwar ein "gewaltiger Einschnitt", sagte Hainer der Vereinsseite fcbayern.com.

Aber der neue Vorstandschef Oliver Kahn sei "der Richtige. Er hat das absolute FC Bayern-Gen in sich. Der Klub steht vor neuen Herausforderungen - und Kahn hat darauf neue Antworten. Er bringt alles mit". (News und Daten: Alles Wichtige zum FC Bayern)

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Einen Stilwechsel des FC Bayern schloss Hainer (66) trotz der Veränderungen an der Klubspitze kategorisch aus. Das werde es "auf keinen Fall" geben: "Ich habe schon bei meiner Antrittsrede als Präsident gesagt, dass der FC Bayern niemals ein kickender Konzern wird. Daran lassen wir uns alle messen."

Hainer lobt Salihamidzic

Eine Lanze brach Hainer für Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Er finde es "unfair, wenn sich Kritik auf eine einzelne Person konzentriert", sagte der frühere adidas-Boss: "Zudem muss man sagen, dass dieser Kader in den vergangenen 18 Monaten sieben Titel gewonnen hat, so viele wie nie – und das mit begeisterndem Fußball. Das spricht ganz klar für die Transferpolitik und die sportliche Leitung."

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Durch die Corona-Pandemie erwartet Hainer "noch sehr lange" Auswirkungen im Fußball. "Bisher sehen wir nur die Spitze des Eisbergs. Wenn ich aktuell schon wieder manche Transfergerüchte und -summen höre, frage ich mich ernsthaft, wie die Vereine das finanzieren wollen. Es muss dringend mehr Vernunft einkehren. Es kann nicht so weitergehen, dass viele ständig über ihre Verhältnisse leben", sagte er.

Deshalb gelte auch für den FC Bayern: "Bis auf Dayot Upamecano sind bei uns in diesem Sommer keinen großen Transfers mehr möglich. Wir haben noch Omar Richards verpflichtet, dazu kehren sieben Spieler zurück, die ausgeliehen waren. Das Ziel ist, den Kader in der Breite zu verstärken. Allerdings ist die Qualität so hoch, dass wir dafür keine weiteren Top-Transfers benötigen. Die Mischung stimmt."

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Vollkommen überzeugt ist Hainer vom neuen Trainer Julian Nagelsmann: "Julian hat enorme Qualitäten und kann auch nach unseren großen Erfolgen völlig optimistisch nach vorne schauen. Es muss einfach jetzt das Ziel sein, eine neue Ära voller Erfolge zu prägen. Die Voraussetzungen dafür sind sehr gut."

Besagte Voraussetzungen stimmen bei Robert Lewandowski schon seit Langem: "Robert ist der beste Stürmer der Welt. Er hat hier noch zwei Jahre Vertrag, und ich kann mir gut vorstellen, dass wir ihn noch länger behalten."

Dabei traut Hainer dem Polen alles zu - auch den 365-Tore-Rekord von Gerd Müller: "Momentan steht er bei 277 Toren … Wenn er gesund bleibt und bei uns noch einmal verlängert, ist das möglich."

Mit SID (Sport-Informations-Dienst)

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