vergrößernverkleinern
Fabian Johnson und Stephan Lichtsteiner erzielten die Treffer im Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und Juventus Turin
Fabian Johnson und Stephan Lichtsteiner erzielten die Treffer im Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und Juventus Turin © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

Mönchengladbach - Mönchengladbach zeigt gegen Juve eine starke Partie, kommt aber nicht über ein Remis hinaus. Dabei spielt Gladbach lange in Überzahl. Auch für die Europa League wird es eng.

So richtig verstand Ibrahima Traore die Fußball-Welt nicht mehr. Er stand da. Gefrustet. Und vor allem enttäuscht, "weil wir ein klasse Spiel gemacht haben und die besseren Torchancen hatten", sagte der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach bei Sky. "Leider fehlte am Ende ein Tor."

So fasste er das 1:1 (1:1) gegen Juventus Turin treffend zusammen. Der Traum der "Fohlen" vom Achtelfinale der Champions League ist damit vorzeitig geplatzt.  

Selbst im Kampf um die UEFA Europa League hat die Mannschaft von Interimstrainer Andre Schubert die schlechtere Ausgangsposition. Um das Minimalziel zu erreichen, ist ein Heimsieg gegen den FC Sevilla am 25. November Pflicht.

Anzeige

Endspiel gegen Sevilla

"Wenn die Italiener wollen, schießt du nie ein Tor gegen sie", meinte Sportdirektor Max Eberl, richtete den Blick aber direkt nach vorne: "Jetzt hast du ein Finale gegen Sevilla zu Hause. Die Chance für die Europa League ist noch da. Die Fans haben das auch honoriert."

Fabian Johnson (18.) brachte die stürmisch beginnende Borussia in Führung, Stephan Lichtsteiner (44.) glich für den italienischen Rekordmeister aus. Nach der Roten Karte gegen Hernanes (53./grobes Foulspiel) spielte Gladbach fast eine komplette Halbzeit in Überzahl, verpasste aber den benötigten Sieg. (Ergebnisse und Spielplan der Gruppe D)

"Für uns ist es ein gewonnener Punkt, der nicht unbedingt verdient war", räumte selbst Lichtsteiner ein.

Dahoud trifft nur die Latte

Im Gegensatz zum ersten Vergleich mit Juve spielten die Gladbacher vor 46.217 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park mutig nach vorne und untermauerten von Beginn an, dass sie ihre letzte Chance auf den Einzug ins Achtelfinale unbedingt nutzen wollten.

Die Gäste verzeichneten durch Innenverteidiger Leonardo Bonucci zwar die erste Tormöglichkeit (2.), doch danach spielte zunächst nur noch die von Granit Xhaka immer wieder angetriebene Borussia.

Mahmoud Dahoud hatte mit einem Lattenschuss aus rund 25 Metern Pech (14.), vier Minuten später traf Johnson zur verdienten Führung. Der US-Nationalspieler verwertete ein Zuspiel von Raffael, der von einem Querschläger des italienischen Nationalspielers Giorgio Chiellini profitiert hatte. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Juventus findet ins Spiel

Gladbach hielt auch nach dem Führungstreffer zunächst das Tempo hoch, schaltete nach Ballgewinnen immer wieder schnell um. Ibrahima Traore (22.) und Xhaka (28.) verpassten das zweite Tor nur knapp.

Nach rund einer halben Stunde fand Turin aber besser in die Partie. Torhüter Yann Sommer verhinderte mit einer Glanztat gegen Patrice Evra (39.) den Ausgleich, war dann aber beim sehenswerten Volleytreffer von Lichtsteiner machtlos. (Die Statistiken zum Spiel)

Lichtsteiner trifft nach Herz-OP

Paul Pogba hatte den Schweizer Nationalspieler mit einem Traumpass in Szene gesetzt. Für Lichtsteiner war es das erste Spiel nach einer Herz-OP Anfang Oktober, nachdem er beim einem Spiel über Atembeschwerden und Herz-Rhythmus-Störungen geklagt hatte.

Beflügelt vom Ausgleichstreffer präsentierten sich die Gäste nach dem Wechsel putzmunter. Der starke Pogba verfehlte sein Ziel mit einem gefühlvollen Schlenzer nur knapp (47.).

Die Gäste schwächten sich dann aber selbst. Hernanes wurde nach seinem Foul an Alvaro Dominguez des Feldes verwiesen. Gladbach übernahm nun das Kommando, Juve zog sich in Unterzahl weit zurück. Die besten Gladbacher Chancen durch Lars Stindl (77.) und Thorgan Hazard (89.) vereitelte Juve-Keeper Gianluigi Buffon.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image