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© SPORT1-Grafik: Eugen Zimmermann/ Getty Images
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Der Erfolgszug von Borussia Dortmund in der Champions League hat in Europa Eindruck hinterlassen. Auch der Durchmarsch bis ins Endspiel ist möglich.

Thomas Tuchel quoll der Stolz und die Freude nach dem Auftritt bei Real Madrid förmlich aus allen Poren. Zu Recht.

Marco Reus' später Ausgleich im Estadio Bernabeu und der damit verbundene Gruppensieg gegen den amtierenden Champions-League-Sieger krönte eine herausragende Vorrunde des BVB.

Mindestens genauso zufrieden wie der Trainer dürfte Dortmunds Präsident Reinhard Rauball gewesen sein, auch in seiner Funktion als Boss der Deutschen Fußball Liga.

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Denn neben seiner Borussia erreichten auch der FC Bayern und Bayer Leverkusen das Achtelfinale, Mönchengladbach immerhin die Europa League.

Das ist besser als im Vorjahr, als nur Bayern und Wolfsburg die Gruppenphase überstanden, und genauso gut wie in der Saison 2012/13. Damals kamen Schalke, Bayern und Dortmund weiter - und am Ende standen sich FCB und BVB im bisher einzigen deutschen Finale der Königsklasse gegenüber.

Eine Wiederholung des historischen Endspiels von Wembley am 3. Juni 2017 in Cardiff ist keinesfalls ausgeschlossen, wenngleich noch in weiter Ferne.

Der FC Bayern mit Titelsammler Carlo Ancelotti gehört trotz der schwachen Vorrunde weiter zum Favoritenkreis, auch wenn nach dem zweiten Platz - ebenso wie Leverkusen - schon im Achtelfinale Hochkaräter wie der FC Barcelona oder Juventus Turin mögliche Gegner sind.

Doch auch den Dortmundern drohen trotz des Gruppensiegs Spitzenteams wie Manchester City oder Paris St. Germain. Gleichwohl hat der Erfolgszug des BVB in Europa Eindruck hinterlassen. Dabei zeigte das Spiel gegen Real exemplarisch die Stärken der Borussia, aber auch die Schwächen.

An einem guten Tag kann die Tuchel-Elf dank ihrer überragenden Offensive wieder jeden Gegner schlagen.

An einem schlechten allerdings, wie in der Liga in Ingolstadt und Frankfurt zu sehen, kann das defensiv anfällige Team auch gegen (fast) jeden Kontrahenten große Probleme bekommen.

Wenn die Dortmunder die nötige Balance finden, ist im neuen Jahr alles möglich.

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