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Aubameyang und Reus bejubeln Tor
Aubameyang und Reus bejubeln Tor © Getty Images
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Nach dem umjubelten 2:2 in Madrid zeigen sich die Dortmunder Protagonisten überglücklich - und Reus gönnerhaft. SPORT1 fasst die Stimmen aus dem Bernabeu zusammen.

Real Madrid - Borussia Dortmund (2:2)

Roman Weidenfeller (BVB): "Mir gefällt solch eine Atmosphäre und das Bernabeu-Stadion liegt mir scheinbar auch ganz gut. Aber die ganze Mannschaft hat heute gut gekämpft, auch wenn wir zwischendurch einige Schwierigkeiten mit dem Passspiel und der ein oder anderen Zuordnung hatten. Wir haben uns nicht hängen lassen und weiter an uns geglaubt. Das war ganz wichtig, weil wir wussten, dass wir unsere Chancen weiter bekommen. Wir hatten schon in der ersten Hälfte einige davon, haben sie aber nicht genutzt."

Marco Reus (BVB): "Ich war leicht angeschlagen seit Montag und hätte natürlich gerne von Anfang an gespielt. Aber das Risiko war ein bisschen zu hoch. Deswegen haben wir uns entschieden, dass ich von der Bank komme. Unser Spiel war ein bisschen zerfahren, auch wenn wir gut angefangen haben. Die Laufwege waren gut, aber dann haben wir ein bisschen nachgelassen und die Ordnung verloren. Aber auch schon in der ersten Hälfte hatten wir riesen Konterchancen, die wir nicht gut ausgespielt haben. Dann hatte Real in der zweiten Hälfte große Chancen, wo Roman weltklasse hält. Wir haben darauf gehofft, dass wir noch einen Lucky Punch bekommen - und so kam es auch. Das Tor gehört Auba zu 99 Prozent und zu einem Prozent mir."

Thomas Tuchel (BVB): "Es gehört dazu, dass das oft ganz toll, aber auch ganz nervenaufreibend ist, es ist ja Unterhaltung und die wird auf jeden Fall bei uns geboten. Wir geben immer Gas und spielen nach vorne und versuchen auch Tore zu erzielen. Ich habe schon ein paar Nerven gelassen. Ich finde, dass wir ganz am Anfang – ich spreche von den ersten drei bis vier Minuten – sehr gut begonnen haben, da hatte ich ein richtig gutes Gefühl. Und plötzlich machen wir so viele einfache Fehler, weil wir sehr viel Platz haben und nicht so richtig die Geschwindigkeit im Spiel halten konnten. Jeder Konter, jede Torchance, die wir dann zugelassen haben, war eigentlich von uns eingeleitet, zumindest hatte ich dieses Gefühl draußen. Wir haben dann erst nach 30 bis 35 Minuten defensiv den Zugriff bekommen. In Sachen Klarheit - das heißt, wo geht der letzte Ball hin, dass man auch wirklich eine Chance erhält - können wir uns auf jeden Fall etwas von Real Madrid abschauen. Ich glaube, es war für Aubameyang  ein besonderes Spiel. Wir waren sicher, dass das Auba anstachelt und er eine Top-Leistung bringt."

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Sebastian Rode (BVB) zu SPORT1: "Wenn man so spät den Ausgleich macht, dann fühlt man sich als Sieger. Ich denke, dass sich Real ein bisschen auf dem Vorsprung ausgeruht hat und wir ein bisschen mehr Kontrolle und Sicherheit bekommen haben. Mit meiner persönlichen Situation bin ich momentan nicht zufrieden. Ich muss jetzt weiterarbeiten und darauf hoffen, dass ich spätestens nach der Winterpause wieder öfter von Anfang an spiele.

Toni Kroos (Real Madrid) über sein Comeback: "Persönlich bin ich sehr glücklich, weil man nach solch einer Verletzung nicht weiß, wie es geht. Ich konnte die halbe Stunde ohne Schmerzen spielen, daher bin ich sehr froh. Das Comeback war nicht schneller, als ich es erwartet habe. Ich war ja täglich informiert und hatte ein Gefühl dafür, wann es wieder losgehen kann."

über das Spiel: "Es war ein gutes Spiel von zwei sehr guten Mannschaften, wo wir gefühlt die etwas bessere waren und etwas mehr Chancen hatten. Dortmund hätte sich den Ausgleich eher früher verdient als am Ende. Hintenraus hätte ich gesagt, dass das 2:1 in Ordnung geht. Eigentlich wollte ich einen Gruppenzweiten als Gegner (lacht). Aber es ist eh wurscht, weil sehr gute Mannschaften Erster und sehr gute Mannschaften Zweiter geworden sind. Von daher: Wir sind Titelverteidiger und nehmen es, wie es kommt - weil wir eh alle schlagen wollen und müssen."

Karim Benzema (Real Madrid): "Es war super wichtig, Tore zu machen. Natürlich bin ich etwas traurig, dass es so zu Ende gegangen ist, wir hätten gewinnen müssen. Aber ok, wir wissen, dass Dortmund eine sehr, sehr starke Mannschaft ist. Es war ein gutes, ein schwieriges Spiel. Vielleicht hat in der zweiten Halbzeit die Konzentration nachgelassen. Aber wir haben uns sehr bemüht und können stolz auf uns sein."

Zinedine Zidane (Trainer Real Madrid): "Wir hatten sehr viele Möglichkeiten, noch mehrere Treffer zu erzielen. Da haben wir Dortmund dann die Möglichkeit gegeben, zurückzukommen. Das haben sie gut gelöst. Dortmund hat sich diesen ersten Platz einfach verdient und sie haben heute Abend in diesem Stadion bewiesen, warum sie so stark sind. Dieser erste Platz für Dortmund war logisch."

Bayer Leverkusen - AS Monaco (3:0)

Roger Schmidt (Trainer Leverkusen): "Es war unser Ziel, die Gruppenphase ungeschlagen zu überstehen. Das hat man der Mannschaft von der ersten Sekunde an angemerkt. Wir haben uns immer wieder Chancen herausgearbeitet, wenig zugelassen, insgesamt war es ein sehr guter Auftritt."

Leonardo Jardim (Trainer AS Monaco): "Bayer Leverkusen war heute zu stark. Wir sind aber sehr glücklich, als einziges französisches Team in der Champions League Platz eins belegt zu haben."

Julian Brandt (Leverkusen): "Wir alle wussten, dass es nicht mehr um viel geht. Es war für beide Mannschaften gut, Dinge auszuprobieren. Für uns war es ein sehr gutes Spiel. Ich freue mich für Vlad, dass er sein erstes Tor gemacht hat."

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