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Thomas Müller
Thomas Müller © Getty Images
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München - Gegen Atletico begann die sportliche Krise des Thomas Müller. Vor der Neuauflage in München kommt er rechtzeitig wieder in Form - auch dank Trainer Carlo Ancelotti.

Thomas Müller hat an den kommenden Gegner des FC Bayern (ab 20.25 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) ganz besondere Erinnerungen, allerdings nicht die besten.

Es lief die 34. Minute im Halbfinal-Rückspiel der vergangenen Champions-League-Saison gegen Atletico Madrid, als der Nationalstürmer zum Elfmeter antrat – und scheiterte.

Es wäre nach dem 0:1 im Hinspiel die 2:0-Führung gewesen.

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Stattdessen erzielten die Gäste noch ein Tor und zogen anstelle des FCB ins Finale ein.

Lange Leidenszeit

Für Müller war es der Anfang einer langen Leidenszeit, die bis weit in die laufende Saison hineinragte.

Dass der 27-Jährige auf einmal nicht mehr traf, lag einerseits an seiner Abschlussschwäche, andererseits aber auch an den taktischen Vorgaben des neuen Bayern-Trainers Carlo Ancelotti.

Der wechselte vom 4-2-3-1-System seines Vorgängers Pep Guardiola auf ein 4-3-3.

Und Müller rieb sich in der Folge immer wieder auf den Seiten auf, konnte dort aber seine Stärken vor dem Tor nicht zur Geltung bringen.

Ancelotti erhört Müller

Dass er angesichts dieser Rolle seinen Unmut geäußert hatte, schien zuletzt aber auch Ancelotti vernommen zu haben.

Der Italiener setzte beim Spiel in Mainz prompt auf drei offensive Mittelfeldspieler und überließ Müller die geliebte Zehner-Position zwischen Franck Ribery und Arjen Robben und hinter Stürmer Robert Lewandowski.

Müller konnte seine Bundesliga-Torflaute zwar auch in Mainz nicht beenden, bereitete aber immerhin erstmals seit dem ersten Spieltag einen Treffer vor und zeigte sein bestes Spiel unter Ancelotti.

"Dann muss man auch liefern"

Neben seiner Torvorlage bereitete er drei weitere Chancen vor und lief insgesamt 11,25 Kilometer - beides sind persönliche Bestwerte in dieser Saison.

"Ich durfte auf meiner Lieblingsposition spielen, dann muss man auch liefern", erklärte Müller seine Leistungsexplosion in der für ihn typischen lockeren Art.

Dass die Bayern von nun an immer in diesem System spielen, dementierte Ancelotti jedoch.

"Unser Team hat die Qualität, flexibel zu sein und viele Systeme zu spielen", sagte er bei der Pressekonferenz vor der Neuauflage gegen Atletico.

Sollte er aber auch gegen die Madrilenen auf die Mainz-Taktik setzen, hätte Müller gute Chancen, sein ganz persönliches Atletico-Trauma zu überwinden.

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