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Edin Dzeko führte die Roma ins Halbfinale der Champions League
Edin Dzeko führte die Roma ins Halbfinale der Champions League © Getty Images
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München - Von den vier Halbfinalisten der Königsklasse ist die Roma auf dem Papier der Außenseiter. SPORT1 erklärt, warum die Italiener trotzdem den Titel holen können.

1. Edin Dzeko

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Wenn es einen Spieler gibt, auf den sich Roma-Trainer Eugenio Di Francesco vor dem Halbfinal-Hinspiel in Liverpool (ab 20.15 Uhr im LIVETICKER, alle Infos auch im Fantalk im TV auf SPORT1) verlassen kann, dann ist es Edin Dzeko. Ohne die entscheidenden Tore des bosnischen Stürmers wäre der Halbfinal-Einzug gegen den FC Barcelona utopisch geblieben.

Dzeko erzielte im Hinspiel (1:4) das wichtige Auswärtstor und schuf im Rückspiel mit dem frühen 1:0 die Voraussetzungen für das Wunder. Anschließend holte er auch noch den Elfmeter zum 2:0 heraus. Auf 20 Tore in 41 Pflichtspielen kommt er in der laufenden Saison.

Dass Dzeko ein exzellenter Torjäger ist, weiß Fußball-Deutschland schon seit knapp zehn Jahren: In der Meistersaison des VfL Wolfsburg war es vor allem der Stürmer, der die Wölfe zum Sensationstitel führte. Sagenhafte 21 Tore schoss Dzeko in der Rückrunde 2008/09.

Die Roma schießt sich für Liverpool warm

Vier Jahre lang trug Dzeko das Trikot von Manchester City, ehe er sich 2015 zum AS Rom aufmachte. Dort brauchte er ein Jahr Anlaufzeit, ehe er in der vergangenen Saison wieder zu alter Treffsicherheit fand.

Nun steht der mittlerweile 32 Jahre alte Stürmer zum ersten Mal in einem Champions-League-Halbfinale. Es soll die Krönung seiner Karriere werden.

2. Abwehrriegel

Der Catenaccio ist längst aus dem Vokabular des italienischen Fußballs verschwunden - und doch erinnert die Defensive der Römer an den Abwehrriegel der 60er- und 70er-Jahre.

27 Gegentore in 34 Serie-A-Spielen, sechs waren es in der Grupenphase der Champions League. Zwar entzauberte der FC Barcelona die Roma-Abwehr - doch trotz der vier Gegentreffer jubelten am Ende die Italiener.

Roma-Trainer Di Francesco dürfte auch in Liverpool auf die gegen Barcelona erfolgreiche Dreierkette in der Abwehr setzen. "Man bekommt dadurch ein bisschen zusätzliche Stärke - einen Teil davon im Kopf der Spieler", so der Coach: "Speziell im Europacup braucht man manchmal ein bisschen mehr Physis. Fußball ist dynamisch."

3. Festung Olympiastadion

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Verglichen mit den modernen Fußballarenen ist das weitläufige und in die Jahre gekommene Stadio Olimpico nicht gerade als Schreckgespenst für Auswärtsteams bekannt. Und doch ist die Heimbilanz der Roma in der laufenden Champions-League-Saison beängstigend gut.

In den fünf Heimspielen kassierte das Team keinen einzigen Gegentreffer und fuhr vier Siege sowie ein Remis ein. Vor allem in den wichtigen Spielen verwandeln die Roma-Anhänger ihr Olimpico in einen Hexenkessel.

Nicht erst nach dem 3:0-Sieg gegen Barca dürfte Liverpool gewarnt sein.

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