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Noch nie hatten es die Klubs so schwer, die UEFA Champions League über die Qualifikation zu erreichen
Noch nie hatten es die Klubs so schwer, die UEFA Champions League über die Qualifikation zu erreichen © Getty Images
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In der Saison 2018/19 ändert sich der Qualifikations-Modus der UEFA Champions League. SPORT1 erklärt, weshalb es die Teams nun so schwer haben wie nie zuvor.

In einem großen Stadion vor tausenden Fans zu stehen und die Champions-League-Hymne zu hören - davon träumt jeder Fußballer. Und für die meisten bleibt es auch ein Traum. Umso bitterer, wenn man das Ziel schon im Blick hat und erst in der Qualfikation scheitert.

Dieses Szenario ist seit dieser Spielzeit allerdings noch etwas wahrscheinlicher. Denn: Die Qualifkation zur UEFA Champions League ist so hart wie nie. SPORT1 erklärt, warum.

CL-Qualifikation: Weniger Plätze zu vergeben

Von nun an sind in den vier Topligen England, Spanien, Deutschland und Italien die ersten vier Mannschaften automatisch in der Königsklasse dabei. Dazu kommen zehn weitere Teams aus den nächstplatzierten Verbänden der Fünfjahreswertung. Insgesamt 26 Klubs sind damit sicher in der Gruppenphase.

Für die starken Vereine aus den kleineren Ligen bedeutet das allerdings die bislang strapaziöseste Qualifikation der Champions-League-Geschichte. 

Jetzt sind nämlich nur noch sechs statt ursprünglich zehn Plätze über die Qualifikation verfügbar.

Acht Spiele - schon vor der Gruppenphase

Deshalb müssen die Vereine auch mehr Partien gewinnen, um sich zu qualifizieren. Und einige europäische Topklubs müssen deutlich früher einsteigen.

Eigentlich etablierte Teilnehmer wie Celtic Glasgow mussten bereits am 10. Juli in der der ersten Qualifikationsrunde beginnen. Sollten Sie es in die Gruppenphase schaffen, hätten die Schotten bereits vor Beginn der regulären Champions-League-Saison acht (!) Spiele absolviert.

Enger Terminplan

Hinzu kommt, dass die Klubs innerhalb kurzer Zeit sehr viele Spiele absolvieren müssen. Und das quasi mitten in der Vorbereitung auf die nationalen Wettbewerbe. Runde eins bis drei der Qualifikation gehen zum Beispiel zwischen dem 10. Juli und dem 14. August über die Bühne. In einem Zeitraum von nur fünf Wochen müssen einige Mannschaften also schon einmal sechs zusätzliche Partien bestreiten.

Am 21. und 28. August kommen dann schließlich noch die Playoff-Begegnungen hinzu. Jede Menge zusätzliche Belastung also für die Akteure.

Viele Top-Teams

Ajax Amsterdam greift bereits am kommenden Mittwoch ein und muss immerhin noch sechs Spiele vor einer möglichen Teilnahme an der Gruppenphase bestreiten. In der dritten Quali-Runde mischen dann Teams wie Benfica Lissabon, der amtierende Schweizer Vize-Meister FC Basel oder der letztjährige Europa-League-Halbfinalist Red Bull Salzburg mit - und treffen dort möglicherweise auf Mannschaften wie Celtic Glasgow.

Die Bundesliga freut's

Insgesamt ist diese Reform ein Zugeständnis der UEFA an die europäischen Topklubs, die seit Jahren mit dem Ausstieg aus der Champions League und der Bildung einer eigenen europäischen Super-Liga drohen. Während in der Qualifikation jetzt um sechs Plätze gespielt wird, waren es 1999 mit der Aufstockung des Wettbewerbs auf 32 Teams noch 16 Plätze.

Wenger glaubt an Super-Liga

Mit der letzten Reform 2009 wurden daraus nur noch zehn Mannschaften, jetzt sind es noch einmal vier weniger. Für die Bundesliga ist die Veränderung erfreulich. Denn jetzt können sich die Fans regelmäßig auf vier deutsche Vertreter freuen. Für die Vielfalt des Wettbewerbs ist diese Reform allerdings abträglich, denn für die Underdogs wird es noch schwerer, dabei zu sein.

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