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Champions League: Borussia Dortmund stellt Defensiv-Rekord auf

BVB stellt Defensiv-Rekord auf

Lesedauer: 3 Minuten

Borussia Dortmund bleibt gegen Monaco im sechsten Gruppenspiel zum fünften Mal ohne Gegentor - und stellt damit einen neuen Rekord in der Königsklasse auf.

Borussia Dortmund hat in der Gruppenphase der Champions League einen neuen Rekord aufgestellt. Fünf Mal zu Null - das hatte vor dem BVB zuvor noch keine deutsche Mannschaft in der Königsklasse geschafft.

Am Dienstag bekam AS Monaco beim 2:0-Erfolg die neue Stärke der Borussia zu spüren. Der neue Trainer Lucien Favre hat es mit harter Arbeit geschafft, die in den letzten Jahren oft zu anfällige Defensive endlich sattelfest zu machen.  

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Sebastian Kehl lobt die Arbeit des neuen Trainers in den höchsten Tönen. "Wir haben zuletzt häufiger betont, wie wichtig die Defensive ist, wie stark wir seit dem Sommer daran gearbeitet haben, wie stark der Fokus im Training darauf ist. Das zahlt sich aus", erklärte der Leiter der Lizenzspielerabteilung: "Die Abläufe funktionieren sehr, sehr gut. Wir stehen sehr kompakt und lassen wenig zu."

Nur Atletico trifft gegen den BVB

Nur im Rückspiel bei Atletico Madrid kassierte der BVB zwei Treffer durch Saul Niguez und Antoine Griezmann. Ansonsten hielt sich die Borussia beim 4:0 gegen Madrid, 1:0 und 0:0 gegen Brügge sowie 2:0 und 3:0 gegen Monaco schadlos. Keine Mannschaft in der aktuellen Königsklassen-Saison hat weniger Treffer kassiert als Dortmund.

Die Veränderungen zur vergangenen Saison sind deutlich zu sehen. Dabei spielt es auch keine Rolle, wen Favre in der Defensive einsetzt. Egal, ob Ömer Toprak, Dan-Axel Zagadou, Manuel Akanji oder Abdou Diallo verteidigen, egal ob Roman Bürki im Tor steht oder Marwin Hitz.

"Sie finden meistens eine gute Lösung", lobte Torhüter Roman Bürki seine Innenverteidiger Manuel Akanji und Abdou Diallo nach dem 2:1-Sieg im Revierderby bei Schalke 04. Der Lohn: Mit 36 Punkten nach 14 Spielen stehen die Dortmunder auch in der Bundesliga so gut da wie seit dem Meisterjahr 2010/11 (37) nicht mehr.

Borussia Dortmund sichert sich mit einer B-Elf durch einen souveränen 2:0-Erfolg gegen AS Monaco den Gruppensieg in der Gruppe A. Raphael Guerreiro überragt, Marcel Schmelzer feiert ein starkes Comeback. Die SPORT1-Einzelkritik. © Getty Images
MARWIN HITZ: Der Bürki-Ersatz wurde kaum bis gar nicht geprüft. In der ersten Halbzeit mit einer kleinen Unsicherheit, als er einen Rückpass verspringen ließ und der Monaco-Stürmer um ein Haar zum Abschluss gekommen wäre. SPORT1-Note: 3,5 © Getty Images
MARCEL SCHMELZER: Starkes Comeback. Ihm war die fehlende Spielpraxis überhaupt nicht anzumerken. Lief die Linie runter, schlug viele Flanken. Mit am Führungstreffer beteiligt. Auch das 2:0 leitete er über seine Seite ein. SPORT1-Note: 2 © Getty Images
ABDOU DIALLO: Hatte in der 26. Minute Glück, dass sein Handspiel nicht mit Elfmeter geahndet wurde. Vergab in der 32. die Riesenchance zum 2:0. Insgesamt kaum gefordert. SPORT1-Note: 4 © Getty Images
ÖMER TOPRAK: Wie Diallo kaum gefordert. Hatte ebenfalls eine gute Torchance. Gut im Zweikampf. SPORT1-Note: 3,5 © Getty Images
ACHRAF HAKIMI: Nicht so emsig nach vorne unterwegs, wie man es von dem 20-jährigen Marokkaner gewohnt ist. Bei Weitem nicht so offensivstark wie Schmelzer auf links. Eher unauffälliges Spiel. SPORT1-Note: 3,5 © Getty Images
JULIAN WEIGL: Gelungener Auftritt des 23-Jährigen. Hielt die defensive Zentrale zusammen und glänzte durch Übersicht. Leitete das 1:0 mit einer klugen Spielverlagerung ein. SPORT1-Note: 2,5 © Getty Images
MAHMOUD DAHOUD (bis 76.): Fiel im Gegensatz zu Weigl deutlich ab. Einige schlampige Zuspiele, kurz vor der Halbzeit spielt er dem Gegner den Ball in den Fuß und leitete so eine gefährliche Chance für Monaco ein. Anfang des zweiten Durchgangs mit einem unnötigen Foul an der eigenen Strafraumgrenze. SPORT1-Note: 4 © Getty Images
CHRISTIAN PULISIC: Nicht immer ganz glücklich in seinen Aktionen, dennoch war ihm die Spielfreunde anzusehen. Setzte beim 1:0 Assistgeber Philipp gut in Szene, gleiches machte er beim 2:0 mit Vorlagengeber Alcacer. Könnte sich gelegentlich früher vom Ball trennen. SPORT1-Note: 2,5 © Getty Images
RAPHAEL GUERREIRO (bis 92.): Überragender Auftritt des Portugiesen, nicht nur wegen seiner beiden Tore. War Dreh- und Angelpunkt des Dortmunder Offensivspiels, strotzte vor Spielintelligenz und Kreativität. In dieser Form ein Kandidat für Favres erste Elf. SPORT1-Note: 1 © Getty Images
MAXIMILIAN PHILIPP (bis 79.): Gab den Assist zum Führungstreffer durch Guerreiro. Leitete eine weitere Riesenchance nach 30 Minuten ein. Wich immer wieder auf die Flügel aus, versuchte viel, ihm gelang nicht immer alles. SPORT1-Note: 3 © Getty Images
MARIO GÖTZE: Man sah ihm an, dass er seine Chance nutzen wollte. Gutes Kombinationsspiel mit seinen Offensivkollegen. Traf jedoch öfter falsche Entscheidungen, agierte unglücklich. Trennte sich oft zu spät vom Ball. SPORT1-Note: 3,5 © Getty Images
MARIUS WOLF (ab 76.): Kam in der Schlussphase, half mit, das Spiel zu verwalten. Keine Bewertung © Getty Images
PACO ALCACER (ab 79.): Hatte nur eine Aktion, doch die war genial. Klasse Assist auf Guerreiro zum 2:0. Keine Bewertung © Getty Images
SERGIO GOMEZ (ab 92.): Kam zum Jubeln. Keine Bewertung © Getty Images

Zudem haben die beiden Neuzugänge Thomas Delaney und Axel Witsel prächtig eingeschlagen. Das Duo arbeitet nicht nur viel nach vorne, sondern sichert auch die Defensive.

Kehl verweist noch auf einen weiteren Grund für die neue Dortmunder Stärke: "Dass wir nach vorne immer gefährlich sein können, haben wir oft genug bewiesen. Aber Grundlage für alles ist die Bereitschaft von allen, nach hinten zu arbeiten."

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Watzke schwärmt vom neuen BVB

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke gerät angesichts der neuen Borussia ins Schwärmen. "Wir brauchen uns nicht selbst feiern, aber im Moment ist alles traumhaft", frohlockte Watzke. Den zwar nicht glanzvollen, aber souveränen Auftritt der Reservisten in Monaco wertete der Vereinschef als Indiz für die gewachsene Schlagkraft der Borussia: "Man hat gesehen, dass auch der zweite Anzug passt. Das ist sicher im Moment eine Stärke, dass wir so eine große Breite haben."

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Da passt es auch ins Bild, dass Ex-Kapitän Marcel Schmelzer nach längerer Verletzungspause gegen Monaco ein gelungenes Comeback in der Defensive feierte.

"Nach fast zwei Monaten Pause war es sehr anstrengend heute. Aber es war auch ein sehr schönes Gefühl", freute sich der Linksverteidiger: "Ein Riesenkompliment an alle, die heute auf dem Platz standen. Das lässt uns in diesem Jahr richtig gut aussehen."