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München - Die Spielstile der Torhüter Alisson Becker und Manuel Neuer weisen Parallelen auf. Oliver Kahn erklärt, warum der Liverpooler für ihn aktuell der Bessere ist.

"Wenn ich gewusst hätte, wie gut er ist, hätte ich sogar doppelt so viel für ihn bezahlt." Mit diesen Worten adelte Jürgen Klopp, der Trainer des FC Liverpool, seinen Torhüter Alisson Becker für dessen überragende Parade gegen Arkadiusz Milik im entscheidenden Champions-League-Gruppenspiel gegen den SSC Neapel.

62,5 Millionen Euro hatten sich die Reds den brasilianischen Nationaltorhüter im Sommer kosten lassen. Einen nicht unwesentlichen Teil davon konnte Alisson vergangene Woche mit dieser einen Parade zurückzahlen, die Liverpool den Weg ins Achtelfinale ebnete. Dass er einige Tage später mit seinem ersten gravierenden Patzer den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer im Ligaduell mit Manchester United verursachte, fiel beim 3:1-Erfolg nicht ins Gewicht.

"Er kann so unglaublich viel. Er bewahrt die Ruhe am Ball, hilft uns im Aufbau und ist herausragend beim Herauslaufen", sagte Klopp nach der Partie gegen Neapel über den Spielstil seines Keepers, der damit stark an den des deutschen Nationaltorhüters Manuel Neuer erinnert.

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Darum sieht Kahn Alisson im Moment vor Neuer

Genau wie Neuer wagte auch Alisson im Alter von 25 Jahren den Sprung zu einem Top-Team. Alisson von der AS Rom nach Liverpool, Neuer 2011 vom FC Schalke 04 zum FC Bayern.

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Neuer galt daraufhin lange Zeit als der mit Abstand beste Keeper der Welt. Doch nun erklärt ausgerechnet Bayern-Legende Oliver Kahn, warum Alisson ihm mittlerweile den Rang abgelaufen hat.

Auf die Frage, wer seiner Meinung nach aktuell der bessere Torhüter sei, antwortete Kahn im Interview mit DAZN und SPOX: "Im Moment Alisson! Er hat bei der Weltmeisterschaft gezeigt, dass er ein Weltklassetorwart ist. Neuer hat es seit seiner Verletzung nicht geschafft, an die Leistung anzuknüpfen, die man von ihm kannte."

Kahn: Das hat Neuer aus dem Konzept gebracht

Als Argumente für diese These fügt Kahn an, dass Neuer zwei Dinge ein bisschen aus dem Konzept gebracht hätten: "Zum einen das frühe Ausscheiden in der WM-Vorrunde, aber auch die Verletzung. Es ist nicht einfach, wenn man als Spieler weiß: Wenn dem Fuß nochmal etwas geschieht, ist meine Karriere vielleicht vorbei. Das sind schon mentale Aspekte, die eine sehr große Rolle spielen."

Sollte Neuer wieder "Vertrauen in seinen Körper finden", ist Kahn aber zuversichtlich, dass Neuer wieder sehr schnell auf sein altes Niveau kommen werde.

Aufeinandertreffen im Champions-League-Achtelfinale

Wenn Neuer in knapp zwei Monaten mit dem FC Bayern zum Champions-League-Kracher an der Anfield Road gastiert, bietet sich für ihn die Möglichkeit, die These des Torwart-Titans im direkten Duell mit Alisson zu widerlegen.

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