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München - Barcelona fliegt nach einer genialen Ecke aus der Champions League. Trifft auch Marc-Andre ter Stegen eine Mitschuld? Bei SPORT1 urteilen zwei Ex-Nationalkeeper.

Die Szene beschäftigte auch am Mittwoch noch Fans und Experten gleichermaßen.

Für Gesprächsstoff sorgte natürlich die kuriose Entstehung des 4:0 des FC Liverpool gegen den FC Barcelona im Champions-League-Halbfinale, für das Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen im Tor der Spanier Kritik erntete.

Der Schlussmann mahnte gerade seine Vorderleute zur Aufmerksamkeit und klatschte dabei in die Hände, als er von dem heranrauschenden Ball überrascht wurde. Er stellte sich zwar Divock Origi noch entgegen, konnte den entscheidenden Treffer der Reds aber nicht mehr verhindern.

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"Das zweite Tor, bei dem Marc unglücklich aussieht, war symptomatisch für den ganzen Abend. Daran hatte Marc aber keine Schuld. Auch nicht am vierten Treffer. Da war es ein totaler Blackout der ganzen Mannschaft", urteilte der frühere Nationaltorwart Timo Hildebrand im Gespräch mit SPORT1.

"Er zeigt noch in die Mitte und versucht seine Leute zu stellen, Aber es ist nicht seine alleinige Verantwortung, dass der Eckball verhindert oder schnell ausgeführt wird. Alle waren unaufmerksam", ergänzte der 40-Jährige, der in der Bundesliga für den VfB Stuttgart, die TSG Hoffenheim und den FC Schalke aktiv war.

Rost: "Barca hat gepflegt abgeschaltet"

Ähnlich sieht es sein ehemaliger Kollege Frank Rost. "Da hat doch die ganze Mannschaft von Barca gepennt", findet der 45-Jährige, der vier Mal das Nationaltrikot trug, bei SPORT1. "Da kann man keinen einzelnen rauspicken. Da haben alle gepflegt abgeschaltet, weil sie wohl dachten, die Reds wechseln da noch den Schützen der Ecke. Das war schon gut gemacht von Liverpool."

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In der Situation habe man gemerkt, dass der FC Barcelona "auch etwas durch den Wind ist", erklärte Rost weiter. "Ich würde Marc da keinen Vorwurf machen. Solche Tage gibt es im Fußball. Da muss man das gesamte Team fragen, warum es nach dem 3:0 die Nerven verloren hat."

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Beim vierten Treffer in der 79. Minute hatte Liverpools Trent Alexander-Arnold eine Ecke blitzschnell in den Strafraum getreten, Origi im Fünf-Meter-Raum nahezu unbedrängt vollstreckt. Gegenspieler Gerard Piqué hatte sich noch entspannt die Stutzen hochgezogen.

"Vielleicht war es Schicksal, vielleicht sollte es einfach nicht sein, dass Barcelona weiterkommt", meinte Hildebrand. "Ich gönne es aber auf jeden Fall Jürgen Klopp. Für Barca ist es bitter, dass sie ausgeschieden sind." 

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