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Der Wechsel von Antoine Griezmann zum FC Barcelona schien in trockenen Tüchern. Nun ist der Deal offenbar geplatzt. Hat sich der Franzose verzockt?

Antoine Griezmann und der FC Barcelona - eine mittlerweile längere Geschichte, geprägt von gegenseitigen Annährungsversuchen. Trotzdem überrascht die nächste Wende im Poker um den 28-Jährigen: Barca will den Stürmer nicht mehr.

Eigentlich sollte das Wechsel-Theater um den französischen Superstar schon bald ein Ende gefunden haben. Der Transfer zum FC Barcelona schien nur noch Formsache zu sein - bis die spanische Sportzeitung Marca am Donnerstag meldete, dass die Katalanen "keinerlei Absicht" mehr hätten, Griezmann zu verpflichten.

Seinen Abschied hatte der Weltmeister bereits selbst verkündet - mit einem Video auf Twitter.

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Macht Griezmann zu viel Show?

Diese Art der Selbstinszenierung kennt man von Griezmann. Er ist ein Showman. Noch im vergangenen Sommer kurz vor der WM hatte er via eigener Live-Sendung ("La decisión" - die Entscheidung) seinen Atlético-Verbleib inszeniert und damit dem FC Barcelona abgesagt. Kostet ihn diese Show nun den Wechsel zur "Blaugrana"?

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Die Marca vermutet zwei Gründe für den Rückzieher von Barca-Präsident Josep Bartomeu: Zum einen sei es die von Atlético geforderte Ablöse von 120 Millionen Euro, die man nicht bereit ist, zu zahlen. Zum anderen habe sich Griezmann durch die Barca-Absage im vergangen Sommer bei Spielern und Verantwortlichen der Katalanen nicht beliebt gemacht.

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"Persona non grata" in Barcelona

Zumindest bei Barca - seinem angeblichen Wunschverein - scheint der französische Weltmeister nicht willkommen zu sein. Einige Barca-Spieler nehmen ihm die groß inszenierte TV-Absage übel, weil sie zuvor noch für ihn geworben hatten - das zumindest will das spanische Blatt Sport aus einer der Mannschaft nahestehenden Quelle erfahren haben.

Einige Medien sprechen sogar von einer Sammelbeschwerde einiger Barca-Akteure.

Auch der FC Bayern wird den Griezmann-Poker genau verfolgt haben. Mit dem FC Barcelona ist der bisher größte Konkurrent jetzt wohl aus dem Rennen. Trotzdem ist die Zahl anderer finanzstarker Interessenten nicht kleiner geworden. Allen voran PSG und Manchester United wird großes Interesse nachgesagt.

Atléticos Spiel auf Griezmann zugeschnitten

Egal, wo der Stürmer am Ende landet, er wird vor allem eins: teuer. Außerdem muss der Franzose erst noch beweisen, dass er bei einem anderen Team genauso wertvoll ist, denn Atlético hat seine ganz eigene Art und Weise zu spielen, das Spiel ist auf Griezmann zugeschnitten. 

Vielleicht ist es aber auch umgekehrt: Griezmann bekommt bei den "Rojiblancos" nicht allzu viele Chancen, macht seit vier Jahren aber in jeder Saison mindestens 15 Tore. Warum also nicht auch woanders?

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Die Posse um "Grizou" böte jedenfalls genug Stoff für eine neuerliche Verfilmung. Was sich Griezmann wohl für die Unterschrift bei einem neuen Klub einfallen lässt?

Man darf gespannt sein.

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