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Lucas Hernández ist der teuerste Neuzugang der Bundesliga-Geschichte. Der Weltmeister vom FC Bayern spricht über seine Kindheit und sein Leben in Deutschland.

Gegen den SC Paderborn tat sich der FC Bayern am vergangenen Wochenende schwer. In der Halbzeit musste Rekord-Neuzugang Lucas Hernández wegen Knie-Problemen ausgewechselt werden.

Zum Wochenbeginn dann die erfreuliche Nachricht: Der Franzose tritt die Reise zum Champions-League-Spiel bei den Tottenham Hotspur in London mit an. (Champions League: Tottenham Hotspur - FC Bayern, ab 21 Uhr im LIVETICKER)

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Vor dem Kracher in der Königsklasse sprach Hernández nun über seine schwere Kindheit, den Weg zum FC Bayern und deutsche Gewohnheiten, mit denen der 23-Jährige so seine Probleme hat. 

80 Millionen Euro überwies der FC Bayern für einen Verteidiger von Atlético Madrid. Nie zahlte ein Bundesligist mehr Geld für einen Spieler. Doch Lucas Hernández scheint diese Investition wert zu sein. Sein sympathisches Auftreten und seine kämpferische Einstellung auf dem Grün, machen es den Fans des FC Bayern nicht schwer, sich an den Neuzugang zu gewöhnen. 

Kindheit ohne Vater

Der immensen Summe von 80 Millionen Euro, die für ihn bezahlt wurde, ist sich Hernández bewusst. "Durch all das Vertrauen, das der Verein mit dieser Summe in mich gesetzt hat, liegt es nun an mir, dies auf dem Platz zurückzuzahlen und mein Maximum zu geben", so Hernández bei DAZN und SPOX.

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Dabei glaubte noch nicht einmal er selbst an eine so große Karriere. Aufgewachsen mit Mutter und Bruder Theo, der es ebenfalls zum Fußballprofi schaffte (AC Mailand), aber ohne Vater, mangelte es Hernández lange Zeit am nötigen Selbstbewusstsein. "Ich selbst habe nie an mich geglaubt." Erst mit den Einsätzen bei den französischen Nachwuchs-Nationalmannschaften sei der Defensiv-Allrounder zur Überzeugung gekommen, es zum Profi zu schaffen.

Das Verhältnis zu seinem Vater, der die Familie bereits früh im Leben seiner Söhne verlassen hat, ist bis heute eingefroren. "Wir haben nie verstanden, warum er gegangen ist. So sind wir dann eben nur mit unserer Mutter aufgewachsen. Sie hat für uns gelebt, gearbeitet und uns alles gegeben." Lucas und seinem Bruder Theo habe es in dieser Zeit aber "an nichts gefehlt". 

"Daran muss ich mich noch gewöhnen"

Mittlerweile hat Hernández eine eigene Familie gegründet. Im Sommer 2018 wurde der 80-Millionen-Mann nicht nur Weltmeister mit Frankreich, sondern auch Vater seines Sohnes Martin. Für Lucas ist der Zuwachs in der Familie "noch einmal eine größere Sache" als der Gewinn der Weltmeisterschaft. 

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Im Sommer dieses Jahres folgte dann der Wechsel und Umzug nach Deutschland zum FC Bayern. Während der ersten Monate in der bayrischen Landeshauptstadt merkte Hernández bereits Unterschiede zum Leben in Spanien. "Hier wird vor allem viel früher gegessen. In Madrid haben wir um 15 Uhr zu Mittag und um 22.30 Uhr zu Abend gegessen. Als ich hier kürzlich auf dem Oktoberfest war, haben um 18.30 Uhr schon alle zu Abend gegessen. Daran muss ich mich noch gewöhnen."

Am Dienstag stehen nun die Tottenham Hotspur auf dem Speiseplan. In der Champions League haben Lucas Hernández und der FC Bayern große Ziele. Vor dem Duell in London gibt sich der Franzose hoffnungsvoll: "Es wird ein sehr großes und schwieriges Spiel für uns werden. Wir haben aber sehr gute Spieler mit hoher individueller Qualität und sind eine super Mannschaft.  Ich hoffe, dass wir gewinnen."

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