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München - Serge Gnabry gelingt gegen die Tottenham Hotspur seine persönliche Sternstunde. Mit seinen vier Toren feiert er eine triumphale Rückkehr nach Nordlondon.

Nur einer konnte Serge Gnabry am gestrigen Abend stoppen.

Niklas Süle gelang nach Spielende das, was den Tottenham Hotspur über die gesamte Spieldauer nicht gelungen war. Während die Bayern-Spieler vor der eigenen Fankurve ausgelassen den furiosen 7:2-Erfolg feierten, senste der Innenverteidiger seinen Mitspieler spaßeshalber kurzerhand um.

Gerade hatte Gnabry die Spurs, immerhin letztjähriger Finalist, mit vier Toren aus dem heimischen Tottenham Hotspur Stadium geschossen und dabei seine persönliche Sternstunde erlebt, von SPORT1 gab es dafür vollkommen verdient die Note 1.

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Kovac adelt Gnabrys Leistung als "Krönung"

Als wäre seine Gala nicht schon genug gewesen, stellte er sich mit dieser zugleich auch noch auf eine Stufe mit Lionel Messi, dem es zuvor als einzigem Spieler in der Champions League gelungen war, gegen eine englische Mannschaft vier Tore zu erzielen. Der Argentinier ist es auch, der mit fünf Toren in einem Spiel, gemeinsam mit dem Brasilianer Luiz Adriano, den Rekord in der Champions League hält.

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Zudem ist der 24-Jährige nun der erst zweite deutsche Spieler, dem vier Treffer in einer Königsklassen-Partie gelungen sind. Lediglich Mario Gómez hatte dies im März 2012 beim 7:0-Erfolg des FC Bayern gegen den FC Basel geschafft.

Wenig überraschend sprach auch Niko Kovac auf der anschließenden Pressekonferenz davon, dass die Begegnung die "Krönung" des Flügelspielers gewesen sei. "Es war sicherlich sein bestes Spiel", adelte ihn sein Trainer und auch Sportdirektor Hasan Salihamidžić sprach angesichts von vier Toren in einer Hälfte von einer "Riesen-Leistung".

Obendrein stellte Mitspieler Joshua Kimmich seinem Teamkollegen und Kumpel augenzwinkernd einen "Kuss auf die Stirn bevor er ins Bett geht" in Aussicht.

Gnabrys Knoten in der Champions League platzt

Während sich Gnabry in der Bundesliga seit mittlerweile drei Jahren kontinuierlich auf Top-Niveau bewegt und in jeder Saison zweistellig getroffen hat, war dem deutschen Nationalspieler in der Champions League bis zum Dienstagabend noch kein Tor vergönnt gewesen.

"Ich habe anderthalb Saisons auf mein erstes Champions-League-Tor gewartet. Dass ich heute vier schieße, hätte ich mir gestern auch nicht erträumt", erklärte er daher nach dem Spiel freudestrahlend bei DAZN. "Vielleicht in der F-Jugend" habe er zuletzt vier Tore in einem Spiel geschossen, schob er nach.

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Mit seinen vier Toren hat er in dieser Saison obendrein genauso viele Treffer im erst Anfang April eingeweihten Stadion der Spurs erzielt wie deren Top-Torjäger Harry Kane. Allerdings benötigte der Engländer dafür auch fünf Spiele und nicht nur 90 Minuten wie der gebürtige Stuttgarter am gestrigen Abend.

Versteckter Gruß an Ex-Klub Arsenal

Für Gnabry schloss sich in der englischen Hauptstadt mit seiner Gala-Vorstellung außerdem auch ein persönlicher Kreis.

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Kurz vor seinem 16. Geburtstag war er im Juli 2011 aus der Jugend des VfB zum FC Arsenal gewechselt, für dessen Profiteam er in vier Spielzeiten aber lediglich 18 Pflichtspiele (1 Tor) bestritt, ehe er über die Stationen Werder Bremen und TSG Hoffenheim schließlich in München landete.

Wie groß die Verbundenheit zu den Gunners dennoch bis heute ist, machte ein Tweet des Rechtsaußen deutlich. "Nordlondon ist ROT!!!" twitterte er nach dem Sieg, womit er aller Wahrscheinlichkeit nach nicht nur Bezug auf den FC Bayern nahm, sondern auch einen versteckten Gruß an seinen Ex-Klub schickte.

Als Erinnerung an seine Glanzleistung sicherte sich Gnabry nach der Partie den Spielball, welchen Mitspieler Javi Martínez voller Euphorie und zum Entsetzen des Matchwinners in den Fanblock schoss. Nach wenigen Augenblicken konnte er allerdings wieder aufatmen und bekam den Ball von den eigenen Anhängern zurück. Doch auch ohne diese Trophäe hätte er seine persönliche Sternstunde mit Sicherheit nie vergessen. 

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