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München - Der FC Bayern, Borussia Dortmund und RB Leipzig haben in der Königsklasse harte Lose erwischt. SPORT1 zeigt, warum das Trio dennoch gute Chancen hat.

Die Auslosung des Achtelfinals der Champions League hat den deutschen Teams attraktive Lose beschert.

Borussia Dortmund misst sich mit Paris Saint-Germain und Ex-Trainer Thomas Tuchel, RB Leipzig trifft auf Tottenham Hotspur und der FC Bayern spielt gegen den FC Chelsea.

Während der BVB zuerst zu Hause antritt, haben Bayern und Leipzig im Rückspiel Heimrecht.

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Die Aufgaben sind für das deutsche Trio schwierig, aber allemal machbar. SPORT1 zeigt, warum.

Borussia Dortmund – Paris Saint-Germain

Michael Zorc sprach von einem "Knallerlos". Zwar betonte Dortmunds Sportdirektor, man spiele nicht gegen Thomas Tuchel, sondern gegen Paris.

Dennoch birgt das Wiedersehen mit dem Ex-Trainer Brisanz. Im besten Falle entfacht es zusätzliche Motivation – beispielsweise bei Mats Hummels, dessen Verhältnis zu Tuchel nicht immer das beste gewesen sein soll.

Schenkt man Berichten aus Frankreich Glauben, soll jener Tuchel bei Paris ohnehin nicht mehr alles im Griff haben.

Besonders mit Kylian Mbappé kommt es immer wieder zu Reibereien. Zudem ist nicht auszuschließen, dass das Theater um Neymar wieder aufflammt, der im Sommer Paris verlassen wollte.

Die individuelle Qualität ist bei Paris unbestritten hoch, die mannschaftliche Geschlossenheit geht aber bisweilen ab. Dass die "Schöngeister" ein Champions-League-Duell über ihren Kampf gewinnen, ist nicht unbedingt zu erwarten.

Anfällig ist Frankreichs Topklub hinten hin und wieder über die Außen, wenngleich ein Juan Bernat keinesfalls den "Scheißdreck" spielt, den ihm Uli Hoeneß einst andichtete.

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Angreifbar ist PSG womöglich aber noch aus zwei weiteren Gründen.

Zum einen ist Paris in der Ligue 1 schon wieder enteilt. Dem Starensemble könnte im Frühjahr die nötige Spannung fehlen, da in den Ligaspielen der ein oder andere Ausrutscher fast schon egal ist.

Zum anderen herrscht großer Druck in der Hauptstadt. Die katarische Investorengruppe Qatar Sports Investments hat vor allem deswegen Geld in den Klub gepumpt, um den Thron Europas zu erreichen. Ein erneutes frühes Aus wie im Vorjahr, als man bereits im Achtelfinale an Manchester United scheiterte, könnte das gesamte Projekt ins Wanken bringen.

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FC Bayern - FC Chelsea

Die Bayern sind im Achtelfinale gegen den FC Chelsea glasklarer Favorit! Das muss zumindest der Anspruch des Deutschen Rekordmeisters sein. Hansi Flick wird die Mannschaft noch mehr zu seinem Team formen und den FCB weiter die gewünschte Dominanz einimpfen. Dass er weitermachen darf, scheint so gut wie sicher.

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Der FC Chelsea darf zwar nicht unterschätzt werden, aber die 20 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer in der Premier League, den FC Liverpool, sprechen eine klare Sprache. Wenn man mit Beobachtern des Klubs spricht, hört man immer wieder einen Satz: "Besser sind die einfach nicht".

Platz 4 klingt gar nicht so schlecht, aber gegen Top-Teams wie Man Utd, Man City oder Liverpool hatten die Blues nichts zu melden. Die Bayern sind den Londonern einfach eine Nummer zu groß.

Chelsea hat die schlechteste Defensive der ersten acht Klubs aus England, nur acht Teams aus der Premier League haben überhaupt mehr Gegentore kassiert. Zudem setzt Frank Lampard auf ein vergleichsweise junges Team, dem teilweise noch die Erfahrung auf der ganz großen Bühne fehlt.

"Ich fühle mich gut mit dem Los", sagte Thomas Müller zu Recht.

RB Leipzig - Tottenham Hotspur

Der Champions-League-Finalist als Achtelfinal-Gegner? Klingt im ersten Moment nicht wie ein Glücks-Los.

Aber das aktuelle Tottenham hat in diesem Jahr wenig mit dem starken Team aus der Vorsaison zu tun, wenngleich die Spurs unter José Mourinho im Aufwind sind.

Die Londoner spielen eine wacklige Saison und haben in der Liga bereits 23 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Liverpool. Von den ersten Acht der Premier League hat sich nur Chelsea mehr Gegentore eingefangen.

Zudem hat der FC Bayern in der Vorrunde zwei Mal gezeigt, wie man Tottenham auseinandernehmen oder zumindest schlagen kann.

Als Gruppensieger und aktueller Tabellenführer der Bundesliga sollte das Selbstvertrauen allemal groß genug sein.

"Chancenlos sind wir auf keinen Fall", betonte Trainer Julian Nagelsmann, der auch ein Trumpf ist - wenngleich auf der Gegenseite mit Mourinho ebenfalls Qualität an der Seitenlinie steht.

Dennoch: der RB-Coach dürfte auf der europäischen Bühne das größte Trainertalent sein und beherrscht die Kunst, sein Team auf den jeweiligen Gegner perfekt einzustellen.

Entscheidend wird sein, dass sich Leipzig nicht davon abbringen lässt, den eignen Fußball durchzuziehen. 

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