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München - Ein Einsatz von Leon Goretzka im Champions-League-Achtelfinale ist fraglich. Zwei Experimente empfehlen sich nicht. So könnte Bayern gegen Chelsea spielen.

Wieder der FC Chelsea. Das erste Duell nach dem dramatischen "Finale dahoam" 2012.

Es ist kein ganz gewöhnliches Champions-League-Achtelfinale, in das der FC Bayern am Dienstag gegen die Londoner startet. Zu tief sind in so mancher Fanseele noch die Wunden von einer der schlimmsten Niederlagen der Bayern-Geschichte.

Das Duell unter besonderen Vorzeichen ist auch eines, in das beide Klubs mit personellen Sorgen gehen. Chelsea-Coach Frank Lampard fehlt mit N’Golo Kanté das Herz seines Mittelfelds - und auch sein Gegenüber Hansi Flick muss höchstwahrscheinlich eine Kante im Zentrum ersetzten: Leon Goretzka.

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Goretzka gegen Chelsea fraglich

Während Chelseas französischer Weltmeister mit einer Muskelverletzung definitiv ausfallen wird, wird es bei Goretzka ein Rennen mit der Zeit. "Schauen wir mal, ob er fit wird", hatte Sportdirektor Hasan Salihamidzic gesagt.

Der deutsche Nationalspieler verpasste wegen muskulärer Probleme das Freitagsspiel gegen den SC Paderborn (3:2) - ob er für den Champions-League-Kracher reicht, entscheidet sich nach SPORT1-Informationen nach dem Training am Montag (ab 11 Uhr). Am Sonntag trainierte er noch individuell.

Von Anfang an ist Goretzka auf keinen Fall eine Option. Bitter, war er doch vor seiner Verletzung in Topform. Fünf Torbeteiligungen in fünf Bundesliga-Spielen 2020, dann streikte der Muskel.

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Nun stellt sich für Flick die Frage: Wer ersetzt Goretzka gegen Chelsea?

Bayern-Mittelfeld mit Müller, Thiago und Kimmich?

Das Paderborn-Spiel ohne den Ex-Schalker lieferte dafür schon einige Erkenntnisse.

Corentin Tolisso kehrte für Goretzka in die Startelf zurück, bereitet sogar ein Tor vor - aber auch wenn er die defensiv stärkere Option wäre, kommt der Kracher gegen Chelsea nach erst einem längeren Einsatz 2020 für ihn wohl noch zu früh - ebenso wie für Javi Martínez, der nach ausgeheilter Muskelverletzung im Oberschenkel gerade erst ins Mannschaftstraining zurückkehrte.

Zwei weitere Flick-Experimente gegen den SCP empfahlen sich nicht für einen Einsatz gegen Chelsea: Philippe Coutinho und die Dreierkette.

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Die brasilianische Star-Leihgabe vom FC Barcelona bekam gegen den Underdog mal wieder die Chance, konnte aber einmal mehr nicht überzeugen.

In der Defensive musste Flick durch Sperren von Jérôme Boateng und Benjamin Pavard auch notgedrungen experimentieren - eine Neuauflage der Dreierkette aus Joshua Kimmich, David Alaba und Lucas Hernández wird es gegen die Londoner allerdings nicht geben.

Damit stellt sich das Bayern-Mittelfeld ohne Goretzka beinahe von allein auf. Neben Thiago wird Kimmich wieder in die Zentrale rücken, davor spricht alles dafür, dass Thomas Müller wieder hinter Stürmer Robert Lewandowski agiert.

Außen steht mit Kingsley Coman und Serge Gnabry die pfeilschnelle Flügelzange zur Verfügung - Coutinho lieferte gegen Paderborn auf dem linken Flügel wenige Argumente für Flick, dieses Duo nicht zu bringen.

Rückkehr zur Viererkette - Boateng oder Hernández neben Alaba?

In London dürfte vor Bayern-Torhüter Manuel Neuer wieder die gewohnte Viererkette auflaufen, mit Alphonso Davies links und Benjamin Pavard rechts. Vakant ist einzig der Platz rechts neben David Alaba in der Innenverteidigung.

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Hier hat Boateng die Nase vorn -  auch, weil die zweite Hälfte in Köln (4:1) gezeigt hat, dass es mit den beiden Linksfüßen Alaba und Hernández in der Innenverteidigung "nicht so super geklappt" habe, wie Neuer zuletzt befand.

So könnte der FC Bayern gegen den FC Chelsea spielen:

Neuer - Pavard, Boateng, Alaba, Davies - Kimmich, Thiago, Müller - Coman, Lewandowski, Gnabry

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