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München - Andy Robertson schießt nach der Niederlage im Hinspiel gegen die Spieler von Atlético Madrid. Jürgen Klopp und Co. beschwören nun die Macht von Anfield.

Der Frust beim FC Liverpool saß nach der Niederlage gegen Atlético Madrid tief.

Mit 0:1 musste sich der Titelverteidiger im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim spanischen Top-Klub geschlagen geben und hat damit im Rückspiel in drei Wochen eine schwere Aufgabe vor der Brust.

"Wir haben das Tor aus einer Ecke heraus kassiert, bei der ersten Gelegenheit für sie, obwohl es nicht einmal eine Chance war. Wir haben ihnen den bestmöglichen Start gegeben, und das hat die Fans hinter sie gebracht. Dann können sie anfangen sich zurückzuziehen und solche Dinge tun", erklärte Außenverteidiger Andy Robertson nach dem Spiel entsprechend genervt bei BT Sport.

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Robertson schießt gegen Atlético-Profis

Dabei war es nicht einmal der Umstand der knappen und durchaus unglücklichen Niederlage, die den Schotten erzürnten, sondern vielmehr das Verhalten der Atlético-Profis nach dem Spiel.

"Sie haben nach dem Spiel gefeiert, als hätten sie das entscheidende Spiel gewonnen", prangerte er den mehr als überschwänglichen Jubel der Spanier nach dem Abpfiff an, nicht ohne direkt eine Kampfansage hinterher zu schicken: "Jetzt kommen sie nach Anfield, und wir wissen, dass unsere Fans mit uns sein werden."

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Zu welchen Leistungen die Anhänger an der Anfield Road ihre Mannschaft tatsächlich pushen können, sollte seit der Vorsaison eigentlich auch in Spanien bekannt sein. Nach einer 0:3-Niederlage im Halbfinal-Hinspiel beim FC Barcelona zog Liverpool durch einen 4:0-Erfolg im Rückspiel an der heimischen Anfield Road damals doch noch ins Finale ein und holte sich schließlich den Henkelpott.

Auch Ersatzkeeper Adrián legte daher seine Hoffnungen im Rückspiel in die eigenen Fans. "Jetzt wartet Anfield mehr denn je", postete er auf Twitter.

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Klopp nach Niederlage sichtlich angefressen

Dass es diesmal allerdings ein anderes Spiel als seinerzeit gegen den FC Barcelona werden dürfte, ist allen klar. Denn während Barca den Gegner durch den eigenen Offensivdrang immer wieder zu Chancen kommen lässt, agiert Atlético wie kaum ein anderes Spitzenteam aus einem beinahe unüberwindbaren Abwehrbollwerk heraus.

Gerade einmal acht Torschüsse ließ das Team von Diego Simeone im Hinspiel zu. Zum Vergleich: Im letzten Gruppenspiel Mitte Dezember gegen Red Bull Salzburg schossen Mohamed Salah, Sadio Mané und Roberto Firmino ganze 22 Mal aufs gegnerische Tor, im Rückspiel gegen Barca 2019 zählte die Statistik immerhin 13 Torschüsse.

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"Es war der Kampf und die Atmosphäre, die wir erwartet hatten. Sie wollten nur dieses Ergebnis, 0:0 wäre für sie in Ordnung gewesen", sagte ein sichtlich angefressener Jürgen Klopp, der sich in der Nachspielzeit so sehr echauffierte, dass ihm Schiedsrichter Marciniak Szymon dafür die Gelbe Karte zeigte.

Doch trotz der schlechten Ausgangslage betonte auch Klopp, dass noch immer alles möglich sei. "Es steht nur 1:0 zur Halbzeit und die zweite Hälfte spielen wir in unserem Stadion. Willkommen in Anfield. Es ist noch nicht vorbei."

Liverpool hat alte Rechnung zu begleichen

Sein Gegenüber Diego Simeone wollte die Bedeutung der Kulisse für das Rückspiel indes nicht zu hoch hängen. "Es ist auch schwierig, auswärts in der Liga zu gewinnen. Was in Anfield passieren wird... Es gibt viel zu tun, wir haben viele Spiele vor uns", meinte er.

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Zuletzt hatten sich beide Teams 2010 im Halbfinale der Europa League gegenüber gestanden. Auch damals reisten die Colchoneros mit einem 1:0-Heimsieg im Gepäck in den Nordwesten Englands. Zwar setzte sich Liverpool im Rückspiel mit 2:1 durch, aufgrund der Auswärtstorregel zogen am Ende aber dennoch die Spanier ins Finale ein und holten den Titel.

Dies gilt es für die Mannschaft von Jürgen Klopp diesmal zu verhindern, um die alte Rechnung zu begleichen - und für den Seelenfrieden von Andy Robertson.

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