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München - Manche Siege vergisst man nie - und manche Niederlagen schmerzen für immer. Málagas Boss fordert nach einem denkwürdigen Duell von 2013 endlich Gerechtigkeit.

Es war ein Fußball-Wunder, das es so heute wohl nicht mehr geben könnte. 

Am 9. April 2013 zog Borussia Dortmund nach einem sensationellen Last-Minute-Sieg gegen den FC Málaga ins Halbfinale der Champions League ein. 

Zwei Tore in der Nachspielzeit, grenzenloser Jubel bei den Schwarz-Gelben - und absolute Fassungslosigkeit bei den Gästen aus Spanien. 

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Nicht nur, weil ihnen das Ticket für den Einzug in die nächste Runde innerhalb kürzester Zeit doch noch entrissen wurde - sondern auch, weil es nicht so ganz mit rechten Dingen zuging. 

Das entscheidende Tor zum 3:2 entstand aus einer doppelten Abseitssituation. Doch einen Videobeweis gab es damals noch nicht, das Spiel war verloren. Bei Málaga hat man diesen Schock auch sieben Jahre später noch nicht überwunden. 

Dies beweist ein Tweet von Klubbesitzer Abdullah bin Nasser Al Thani, der sich am Jahrestag des "Wunders von Dortmund" zu Wort meldete. 

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"Jeder weiß, was gegen Málaga passiert ist", schrieb der 50-Jährige: "Wir fordern die Eröffnung internationaler Ermittlungen. Fair und transparent. Wir fordern Gerechtigkeit. Respekt für Málaga!"

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Er betitelte das Ereignis als "schwarzen Tag für den Fußball in der Welt." Dazu passend der Hashtag: The_Black_day. 

Vier (!) BVB-Spieler im Abseits

Dass er mit seiner Forderung kaum Erfolg haben wird, dürfte klar sein. Dass die Niederlage immer noch schmerzt, ist aber auch verständlich. Vor allem wenn man sich die entscheidenden Szenen noch einmal vor Augen führt. 

Als Robert Lewandowski in der 94. Minute flankte, standen schließlich ganze vier Spieler des BVB im Abseits. 

Einer der vier Profis ist Julian Schieber, der den Ball per Kopf zu Marco Reus weiterleitet. Dieser legt ihn in die Mitte ab, wo es wieder Schieber ist, der an den Ball kommt. Die Kugel landet bei Felipe Santana, der aus kürzester Distanz einschiebt. Auch er steht dabei wohl knapp im Abseits. 

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Was man bei all der Aufregung aber nicht vergessen darf und keineswegs unterschlagen sollte: Auch Málaga traf aus Abseitssituation, denn das zwischenzeitliche 2:1 der Gäste durch Julio Baptista in Minute 82 war ebenfalls nicht regelkonform. 

Dies findet im Tweet des Málaga-Bosses allerdings keine Beachtung. 

Als Trost bleibt wohl nur die Tatsache, dass das Spiel in Zeiten des Videobeweises deutlich anders ausgegangen wäre - und zumindest eine solche Tragödie in Zukunft nicht mehr jahrelang betrauert werden müsste.

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