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Vieles deutet darauf hin, dass im Champions-League-Finale zwei deutsche Teams stehen werden. Ein Kommentar von SPORT1-Chefreporter Florian Plettenberg.

Können Sie sich noch an den 25. Mai 2013 erinnern?

Im Wembley-Stadion in London trafen Dortmund und Bayern im Champions-League-Finale aufeinander. Ganz Fußball-Deutschland saß vor den Fernsehgeräten. Der Rest der Welt bewunderte die Bundesliga. Das Ergebnis des deutschen Duells ist bekannt.

Sieben Jahre später wird sich die Geschichte wiederholen. Davon bin ich überzeugt. Die Rolle der Dortmunder wird allerdings RB Leipzig einnehmen, das in der Saison 2012/13 noch in der Regionalliga Nordost gekickt hat.

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Inzwischen werden die Sachsen von Julian Nagelsmann trainiert. Mit dem 33-Jährigen hat Leipzig einen Überraschungs-Trainer an der Seitenlinie, der mit Witz und Verstand seine Gegner austrickst – und im verbalen Schlagabtausch schon längst in der Champions League angekommen ist.

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Er habe da schon vorab Räume gesehen, erklärte Nagelsmann das entscheidende 2:1 seiner Mannen gegen Atlético. Dorthin wollte er spielen lassen, dorthin passte Angelino auf Tyler Adams und der traf.

Was so einfach klingt, darf zwischen den Zeilen als Schmach für K.o.-Routinier Diego Simeone gewertet werden.

Barca hat Messi - Bayern ein intaktes Team

Am Dienstag trifft Halbfinal-Novize Nagelsmann auf Thomas Tuchel und Paris Saint-Germain, die in fünf Monaten keine Handvoll Pflichtspiele absolviert und sich gegen Atalanta Bergamo schwergetan haben.

Ungeachtet der möglichen Startelf-Rückkehr von Kylian Mbappé sind die Leipziger für mich Favorit auf den Finaleinzug.

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Nicht zuletzt, weil allein ein Spiel entscheidet. Leipzig mag ein Retorten-Klub sein, dessen Entwicklung nicht jedermann gefällt. Dort folgt allerdings eine hungrige Truppe ihrem noch hungrigeren Trainer. In Paris nicht. Dort kämpft Tuchel ums Überleben. Dort ziehen Neymar und Co. eine Einzel-Show der Superlative ab. In Leipzig kämpft jeder für jeden.

Bayern wird nicht ins Straucheln geraten

Daher wird RB den Final-Coup landen. Verdient hätten sie ihn allemal.

Die Bayern sowieso, die gemäß des Turnierplans erst im Finale auf den Bundesliga-Konkurrenten treffen können. Am Freitagabend muss zwar erst der FC Barcelona im Viertelfinale geschlagen werden (Champions League: FC Barcelona - FC Bayern ab 21 Uhr im LIVETICKER) und im Halbfinale würde Manchester City oder Olympique warten. Die Bayern werden aber nicht ins Straucheln geraten.

Schon vor der Saison hat man bei den Spielern feststellen können, dass ein Triumph in der Königsklasse in diesem Jahr über allem steht. Nicht zuletzt aufgrund des chancenlosen Ausscheidens gegen Liverpool im Vorjahr.

Die Bayern sind dominant. Die Mannschaft ist intakt wie lange nicht. Auch dort folgt ein noch immer hungriges Team dem Vorzeige-Trainer Hansi Flick, wohingegen sein Pendant Quique Setién allein von der Gnade Lionel Messis abhängig ist. Kritisch gesehen wird er ohnehin.

Fußball-Deutschland sollte sich daher auf ein deutsches Endspiel vorbereiten.

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