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In der Gruppe B ist vor dem letzten Spieltag alles offen. SPORT1 zeigt, welche kuriose Konstellationen den vier Teams Gladbach, Real, Inter und Donezk drohen.

Kekse sind gerade an Weihnachten äußerst beliebt, sie versüßen nicht nur in Deutschland die Adventszeit. Auch in Italien sind die "Biscotti" neben dem berühmten Panettone nicht aus der Vorweihnachtszeit wegzudenken. 

Nun muss man wissen, dass der "Biscotto" im Fußball keinen so guten Ruf hat - im Gegenteil. Er ist Ausdruck einer Partie, bei der sich beide Mannschaften in einem Nichtangriffspakt einig sind - zu Lasten eines anderen Teams, das zeitgleich spielt.

Im konkreten Fall könnte dies so laufen: Während Inter Mailand gegen Schachtar Donezk am letzten Champions-League-Spieltag der Gruppe B auf Siegkurs ist, teilen sich Real Madrid und Borussia Mönchengladbach die Punkte, ohne allzu große Risiken einzugehen. Königliche und Fohlen zögen gemeinsam ins Achtelfinale ein, die Mailänder wären die Gelackmeierten. (Real Madrid - Borussia Mönchengladbach am Mi. ab 21.00 Uhr im SPORT1-LIVETICKER)

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Als Inter-Trainer Antonio Conte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel der Nerazzurri nach dem "Biscotto", jenem vergifteten Keks, gefragt wurde, blieb er allerdings ganz ruhig. 

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Es seien schließlich keine Thekenmannschaften in der Champions League unterwegs, sowohl Real als auch Gladbach seien darauf erpicht, als Gruppensieger ins Achtelfinale zu ziehen. 

Und doch könnte es während der 90 Minuten zu kuriosen Szenen kommen - etwa wenn Inter (zu) schnell zu hoch in Führung geht. Bei einem 2:0 für die Nerazzurri etwa könnten die Rivalen in Madrid im Laufe der zweiten Hälfte tatsächlich auf die Idee kommen, es langsamer anzugehen, sollte es dort gerade unentschieden stehen.  

Inter bliebe dann (zumindest in der Theorie) noch die Möglichkeit, den ukrainischen Gast wieder ins Spiel kommen zu lassen - und ihm ein Tor zu "schenken". Dies mit dem Hintergedanken, dass die Rivalen in Madrid sich nicht über Inters Sieg zu sicher sein können. Denn: Bei einem Remis oder Donezk-Sieg wäre Real auch bei eigenem Unentschieden raus.

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Nach derzeitigem Stand sind dies allerdings nur Gedankenspiele, mit denen man sich auch bei Real nicht beschäftigen will. 

Rose: "Davon war und bin ich nie ein Freund"

Angesprochen auf den "Biscotto", der auch in Spanien die Runde macht, erwiderte Real-Coach Zinédine Zidane, sich darüber nicht den Kopf zu zerbrechen. "Ich bin positiv eingestellt und wir denken nur an den Sieg. Wir werden alles tun, was wir können, um die drei Punkte zu erreichen." 

Übrigens: Gladbach hat als einziges Team die Gewissheit, auch bei einem Remis in die K-o.-Runde einzuziehen. Und selbst eine Niederlage würde die Elf von Marco Rose ins Achtelfinale führen, wenn es in Mailand keinen Sieger gibt.

Geht Roses Blick denn überhaupt nach Mailand? "Davon war und bin ich nie ein Freund. Wir schauen auf uns", sagte Rose am Dienstagabend auf der PK auf die Frage, ob man aufs Parallelspiel im Giuseppe-Meazza-Stadion achtet. 

So oder so: Sollten die Fohlen tatsächlich das Achtelfinale erreichen, würden sie sich sicher mit dem ein oder anderen Keks belohnen - natürlich nur mit welchen, die dem Gegner nicht im Halse steckenbleiben.

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