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München - Hansi Flick schont im Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid einige Stars des FC Bayern. Für David Alaba könnte das eine ganz besondere Chance sein.

Selten vor einem Spiel unter Hansi Flick war die Frage nach der Aufstellung seines FC Bayern wohl so spannend.

Seit der Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Auftritt bei Atlético Madrid angekündigt hat, mit Manuel Neuer, Robert Lewandowski, Leon Goretzka und Corentin Tolisso gleich vier Stars zu Hause zu lassen, wird gerätselt, wie die Bayern-Elf für das sportlich bedeutungslose, aber prestigeträchtige Spiel aussehen könnte. (Champions League: Atlético Madrid - FC Bayern München, 21 Uhr im LIVETICKER)

Gruppensieg für Bayern fix

Der Gruppensieg steht für den Titelverteidiger nach vier Siegen aus den ersten vier Spielen bereits fest, dennoch will Flick das Spiel gegen die Elf von Diego Simeone nicht einfach abschenken. Schließlich geht es auch darum, einen Rekord weiter auszubauen. Die vergangenen 15 Champions-League-Spiele haben die Bayern allesamt gewonnen - Bestwert. (Service: Tabelle der Champions League)

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Doch Flick muss auch die Belastung steuern, schließlich steht am Samstag das Bundesliga-Topspiel gegen RB Leipzig an. So tauchen auf der Kaderliste für das Spiel in Madrid Namen wie Lukas Schneller, Bright Arrey-Mbi, Angelo Stiller und Maximilian Zaiser auf.

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Eine besondere Aufgabe kommt gegen die Rojiblancos womöglich auch auf David Alaba zu, denn: Der Österreicher könnte gegen Atlético endlich wieder im defensiven Mittelfeld agieren. Dort herrscht nach den Ausfällen von Joshua Kimmich, Goretzka und Tolisso ein Engpass, zumal auch Marc Roca nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Spiel gegen Salzburg gesperrt ist.

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Darf Alaba auf seine Wunschposition?

Des Weiteren fehlt neben Alphonso Davies auch Tanguy Nianzou, der beim 3:1-Sieg beim VfB Stuttgart am vergangenen Wochenende sein Bundesliga-Debüt gab. Der 18-Jährige ist nicht für die Königsklasse gemeldet.

Für die beiden Positionen auf der Doppelsechs stehen im Prinzip drei Spieler zur Verfügung: Alaba, Javi Martínez und Stiller - wobei letzterer für die Bayern-Profis bisher lediglich 45 Pflichtspielminuten in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen den 1. FC Düren absolviert hat.

Die Chancen auf einen Einsatz auf der Sechs stehen für Alaba also so gut wie lange nicht. Dass das die Wunschposition des 28-Jährigen ist, ist bekannt. Berichten zufolge soll sie auch Gegenstand der geplatzten Vertragsverhandlungen mit dem Rekordmeister sein.

Flick: "Auf der Sechs sieht es nicht rosig aus"

"Wenn man sich die Positionen genauer anschaut, fällt schon auf, dass es auf der Sechs nicht ganz so rosig ausschaut. Wir werden morgen schauen, wie der Tag sich entwickelt. Dann werden wir entscheiden, wer auf dieser Position spielt", erklärte Flick am Montag.

Ob Alaba, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, aber wirklich auf der Sechs spielen darf, hängt auch von Niklas Süle ab. Der 25-Jährige war aufgrund von Fitnessproblemen zuletzt außen vor, gab in Stuttgart am vergangenen Wochenende sein Comeback.

"Wir haben noch einen Tag Zeit. Morgen abwarten und dann durchgehen, wer gut drauf ist. Dann schauen wir, wer spielt. Die Chancen stehen nicht schlecht", sagte Flick. Ein fitter Süle könnte mit Jérôme Boateng, Lucas Hernández und Benjamin Pavard die Viererkette bilden - und somit Alaba auf seine Wunschposition verhelfen.

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