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Sergio Arribas ist einer der wenigen "Baby Galacticos", die aus der eigenen Jugend kommen. Er könnte der nächste große Hoffnungsträger von Real Madrid werden.

Seit einigen Jahren schon fährt Real Madrid den Plan der "Baby Galacticos", mit denen die Königlichen sich dauerhaft unter den absoluten Top-Klubs halten wollen. 

Eines ist dabei aber offensichtlich: In der eigenen Jugendakademie werden die wenigsten ausgebildet. "Baby Galacticos" wie Vinicius Junior, Rodrygo und Reinier wurden alle für eine Menge Geld aus Brasilien geholt, als sie in ihrem Heimatland bereits den Durchbruch geschafft hatten. Vielversprechende Talente wie Martin Odegaard, Fede Valverde und Keeper Andriy Lunin wurden hingegen im späten Teenageralter für die Akademie gewonnen.

Bei Sergio Arribas ist das anders. Der 19-Jährige gilt als echtes Eigengewächs Reals und hat sich zu einem der größten Hoffnungsträger in schweren Zeiten entwickelt. Vielleicht auch schon für das Champions-League-Spiel bei Atalanta Bergamo am Mittwochabend. 

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Arribas führt Real Madrid zu Triumph in der Youth League 

Arribas ist sogar in Madrid geboren - nur ein minimaler Schönheitsfehler ziert seinen Werdegang: Zunächst hatte der Offensivspieler noch in der Jugend von Leganés gekickt, einem Vorstadt-Klub der spanischen Hauptstadt.

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Schon im Alter von zehn Jahren schloss sich Arribas dann aber den Königlichen an - und entwickelte sich stetig. In der letzten Spielzeit zeigte er dann der ganzen Fußball-Welt, wie weit er bereits ist. 

Denn Real hat in der letzten Saison nicht nur die spanische Meisterschaft gewonnen, sondern auch die UEFA Youth League. Und Arribas hatte daran großen Anteil. 

In zehn Partien traf er zweimal und bereitete fünf weitere Treffer vor. Der Rechtsaußen glänzte in dem wichtigen Jugend-Wettbewerb allerdings vor allem mit seinen überragenden Fähigkeiten mit dem Ball, seinem Gefühl und Spielverständnis. Nach dem 3:2-Sieg im Finale gegen Benfica Lissabon - in dem er ein Tor vorbereitete - wurde er zum besten Akteur des Endspiels gewählt.

Die meisten Experten sahen Arribas auch als den besten Spieler des kompletten Turniers an. Als einziger Akteur des Sieger-Teams durfte er nur wenige Monate später sein Debüt in der Champions League feiern. 

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Zidane hält viel von Arribas 

Real-Coach Zinedine Zidane hatte in der letzten Spielzeit natürlich schon längst ein Auge auf das junge Talent geworfen. 

Er sah, wie Arribas zum Topscorer der U19 wurde - mit 18 Toren und 13 Assists. Und er sah, dass der Teenager jeden Tag Extra-Schichten schob und sich voll reinhängte. 

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Nach dem Triumph in der Youth League durfte Arribas daher regelmäßig bei den Profis mittrainieren - und auch bei diesen Einheiten soll Zidane begeistert gewesen sein. 

Zu Belohnung durfte der Spanier fünfmal in La Liga ran und feierte beim 2:0-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach zum Abschluss der Gruppenphase sein Champions-League-Debüt. 

Zwar hat Arribas noch keine Torbeteiligung auf seinem Konto, sein glänzendes Ballgefühl, seine Technik und seine Ideen blitzten aber immer wieder auf. Das bringt nun einen der ehemaligen "Baby Galacticos" in Bedrängnis. 

Marco Asensio wechselte 2015 zu Real und gilt seither als Ausnahmetalent. Der 25-Jährige spielt auf dem rechten Flügel, das ist auch die Lieblingsposition von Arribas. 

Dem 19-Jährigen kommt nun zu Gute, dass Asensio seit einigen Monaten hinter den Erwartungen zurückbleibt. In dieser Saison hat er nur zwei Treffer erzielt und nicht viel häufiger vollends überzeugt.

Ein Einsatz im Achtelfinal-Hinspiel bei Atalanta Bergamo am Mittwochabend ist daher gut möglich - im Kader steht Arribas auf jeden Fall. In der Champions League könnte er einem früheren Champion der Youth League bald den Rang ablaufen. 

Arribas könnte El Haddadi nacheifern

Die Rede ist von Munir El Haddadi, der etwas geschafft hat, was nicht einmal Ausnahmetalente wie Kylian Mbappé behaupten können: Der Spanier hat sowohl die Youth League als auch die Champions League gewonnen. 

Der Stürmer - der mittlerweile für den FC Sevilla auf Torejagd geht - feierte in der Youth League im Jahr 2014 mit dem FC Barcelona den Titel und erzielte dabei 12 Tore. In der darauffolgenden Saison lief El Haddadi in drei Gruppenspielen für Barca auf. 

In der Folge kam er zwar nicht mehr zum Einsatz, durfte mit den Blaugrana allerdings am Saisonende den Henkelpott in den Nachthimmel von Berlin stemmen. 

Arribas könnte nun - von El Haddadi inspiriert - schon vom ganz großen Ziel träumen: dem Triumph in der Champions League. Vielleicht mit dem Bonus, auch in der K.o.-Phase eingesetzt zu werden. 

Und große Champions-League-Nächte haben außerdem schon oft dafür gesorgt, dass in Madrid neue galaktische Sterne aufgegangen sind. 

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