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München - Der FC Bayern offenbart gegen Paris große Lücken in der Defensive - zum wiederholten Mal. Reicht diese Abwehr für die Zukunft aus? So plant der Rekordmeister.

In dieser Form kostet die Abwehr die Titelverteidigung in der Champions League! 

Beim 2:3 im Viertelfinal-Hinspiel gegen Paris Saint-Germain offenbarte der FC Bayern in der Defensive mal wieder große Lücken. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Vor dem 0:1 durch Kylian Mbappé reichten zwei Pässe aus, um die Hintermannschaft des deutschen Rekordmeisters auszuhebeln. Der völlig neben sich stehende Niklas Süle konnte als letzter verbliebener Bayern-Akteur nicht mehr eingreifen. Machte aber auch keine Anstalten, es tun zu wollen, weil er Neymar in der Rückwärtsbewegung gewähren ließ. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

Mbappé düpiert Boateng

Die Probleme zogen sich durch die gesamte Partie. Besonders auffällig: Die fehlende Restverteidigung ermöglichte Paris immer wieder gefährliche Konter. Auch, weil David Alaba zu Beginn oft zum falschen Zeitpunkt herausrückte.

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Beim 0:2 schlief die gesamte Mannschaft - vor allem aber Süle - beim Herausrücken nach einem Freistoß und ermöglichte Marquinhos damit das ungestörte Einschieben. 

Nach einem Konter düpierte dann Mbappé den eingewechselten Jérôme Boateng und schoss durch seine Beine zum 3:2 für Paris ein.

Kann Bayern mit dieser Abwehr den Titel verteidigen und in die neue Saison gehen? 

Im Hintergrund wird jedenfalls an einem Umbruch in der Defensive gearbeitet. 

Salihamidzic verkündet Boateng-Abschied

Der Abgang von David Alaba steht schon länger fest. Zudem bestätigte Sportvorstand Hassan Salihamidzic unmittelbar vor der PSG-Partie, dass auch mit Boateng nicht verlängert wird und der Weltmeister am Ende der Saison gehen muss. (Kommentar: Diesen Abgang hat Boateng nicht verdient)

Da auch der Kontrakt mit Javi Martínez ausläuft und der Baske ablösefrei gehen wird, verlieren die Bayern viel Erfahrung.  

Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge heizte die Gerüchte sogar noch an. "Wir werden sehen", sagte der Bayern-Boss im Gespräch mit The Athletic. "David Alaba geht und vielleicht auch ein oder zwei weitere Verteidiger."

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Niklas Süle und Bouna Sarr gelten als Verkaufskandidaten. Dafür ist der Transfer von Leipzigs Dayot Upamecano (42,5 Millionen Euro von RB Leipzig) bereits ebenso vollzogen wie der von Readings Omar Richards. Der Linksverteidiger kommt ablösefrei. 

FC Bayern sucht einen Innenverteidiger

Links plant der FC Bayern fest mit Alphonso Davies und Richards. Innen sind Upamecano, Tanguy Nianzou, Lucas Hernández und Süle vorgesehen, sollte er bleiben und seinen Vertrag verlängern. Zudem steht mit Benjamin Pavard der einzig gesetzte Rechtsverteidiger in der Not auch als Innenverteidiger bereit.

Wie SPORT1-Chefreporter Florian Plettenberg in seinem Podcast "Meine Bayern-Woche" berichtet hat, ist der Transfer eines weiteren Innenverteidigers möglich. Zudem stehen die Münchner mit Real-Madrid-Star Lucas Vázquez in Kontakt. Der Spanier ist im Sommer ablösefrei und kann die rechte Seite defensiv und offensiv beackern.

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Innenverteidiger Chris Richards ist hingegen nach Hoffenheim verliehen worden und ist dort Stammspieler. TSG-Sportdirektor Alexander Rosen möchte das US-Talent nach SPORT1-Informationen gerne behalten, ihn bestenfalls fest verpflichten.

Spätestens nach dem 2:3 gegen Paris steht beim Sextuple-Sieger jedenfalls alles auf dem Prüfstand.

Kein Wunder: In den bisherigen 57 Pflichtspielen dieser Saison hat der FC Bayern bereits 50 Gegentreffer kassiert! 

Abwehr als Schlüssel im Rückspiel gegen PSG

Zum Vergleich: In der Bundesliga hat der Tabellenzwölfte Werder Bremen mit 39 Gegentoren nur drei Treffer mehr gefangen als der Rekordmeister.

Die Zahlen sind für die Bayern-Bosse besorgniserregend - gerade mit Blick auf das Rückspiel in Paris. (Torjäger, Topscorer - alle Statistiken zur Champions League)

Bayern muss dort mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen. Jeder Gegentreffer ist deshalb tödlich. 

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